Späte Ehrung für Wolfgang Hänsch (†84): Aufbau-Legende macht jetzt Schule

Dresden - Wolfgang Hänsch (†84) prägte mit seinen Bauten die Stadt.

Wolfgang Hänsch (1929-2013) gilt als einer der wichtigsten Architekten der "Ostmoderne".
Wolfgang Hänsch (1929-2013) gilt als einer der wichtigsten Architekten der "Ostmoderne".  © Steffen Füssel

Vom Kulturpalast bis zur neuen Semperoper, vom Haus der Presse bis zur Einkaufsmeile an der Borsbergstraße: Überall hinterließ der Architekt seine Spuren. Die sollen Schüler bald an Projekttagen erkunden.

Hintergrund ist ein jahrelanger Streit um das Andenken an Hänsch. Der fühlte sich zu Lebzeiten von der Stadt verraten, klagte gegen die Zerstörung des Multifunktionssaales im Kulti.

Im Gegensatz zur Architektenkammer (die finanzierte eine Gedenktafel an der Semperoper) konnte sich die Stadt bisher nicht zu einer echten Würdigung durchringen. Das soll sich jetzt ändern.

Geplant ist ein Schülerprojekt. Fünftklässler sollen, mit Kameras ausgestattet, in der Innenstadt den Unterschied zwischen barocker Pracht und der Ostmoderne lernen.

Geplanter Startpunkt ist die von Hänsch wiederaufgebaute Semperoper, Ziel der Kulturpalast. Zum Start stellt die Stadt 7000 Euro zur Verfügung. Das letzte Wort hat der Rat.

Äußerlich wurde der Kulti behutsam saniert, der alte Saal jedoch ersetzt. Hänsch kämpfte dagegen vor Gericht.
Äußerlich wurde der Kulti behutsam saniert, der alte Saal jedoch ersetzt. Hänsch kämpfte dagegen vor Gericht.  © Norbert Neumann
Auch das Haus der Presse wurde von Wolfgang Hänsch entworfen.
Auch das Haus der Presse wurde von Wolfgang Hänsch entworfen.  © Eric Münch

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