7 Millionen extra! Mehr Zaster für Sachsens Künstler

Dresden - Es sollte eigentlich selbstverständlich sein. Und doch wird es erst ab diesem Jahr Realität: Tariflohn für eine Vielzahl der Mitarbeiter an den sächsischen Kommunalbühnen.

Zahlreiche Orchester in Sachsen können sich über Lohnzuwächse freuen. Im Bild die Dresdner Sinfoniker, die von der Kunst- und Kulturförderung des Landes profitieren, die ebenfalls mehr Geld erhält.
Zahlreiche Orchester in Sachsen können sich über Lohnzuwächse freuen. Im Bild die Dresdner Sinfoniker, die von der Kunst- und Kulturförderung des Landes profitieren, die ebenfalls mehr Geld erhält.  © DPA / Martin Morgenstern

"Fünf von neun Theatern rücken auf das Lohnniveau des Flächentarifvertrags, also auf 100 Prozent", sagt Kunstministerin Eva-Maria Stange (61, SPD).

"Das sind das Theater Plauen/Zwickau, die Mittelsächsische Theater- und Philharmonie in Freiberg, die Elblandphilharmonie, das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau und die Theater Chemnitz."

Die Lohnsteigerungen würden rückwirkend ab Jahresanfang für alle künstlerischen und technischen Mitarbeiter gelten.

Möglich macht den Aufschlag eine Zusicherung des Landes: Der Freistaat zahlt über vier Jahre per anno sieben Millionen Euro extra, die Kommunen schießen 30 Prozent der erforderlichen Summen zu.

Aber auch für andere Bühnen gibt es Aufstockungen.

So wachsen die Gehälter bei der Vogtland-Philharmonie Greiz-Reichenbach um knapp sechs auf fast 80 Prozent des Flächentarifs.

Die Theater Chemnitz bieten neben dem Repertoire Projekte zur kulturellen Bildung an. Hier die Kammeroper "Weiße Rose" des Dresdner Komponisten Udo Zimmermann rund um die Geschwister Scholl.
Die Theater Chemnitz bieten neben dem Repertoire Projekte zur kulturellen Bildung an. Hier die Kammeroper "Weiße Rose" des Dresdner Komponisten Udo Zimmermann rund um die Geschwister Scholl.  © Theater Chemnitz / Nasser Hashemi

Die Erzgebirgischen Theater- und Orchester und das Leipziger Sinfonieorchester sowie die Deutsche Bläserakademie erhalten ebenfalls mehr Geld pro Monat.

Im Gegenzug müssen die Theater und Orchester mehr leisten.

Dazu gehören unter anderem mehr Schauspiel an Schulen, mehr Schülerkonzerte.

Die Bläserakademie geht zum Beispiel mit interaktiven Projekten in Kitas und Förderschulen.

Ein Effekt all der Sonder-Zuschüsse und Angebote ziele auf "deutliche Verbesserungen im ländlichen Raum", so Ministerin Stange.

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