Triebwagen-Mangel: Sachsens Städtebahn kommt nicht aus dem Knick

Dresden - Auf den Zugstrecken der ehemaligen Städtebahn läuft es nach wie vor nicht rund. Der neue Betreiber, die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), kann noch immer nicht sagen, wann es auf allen Strecken wieder Normalbetrieb gibt. Die Situation sei für die Fahrgäste nicht zufriedenstellend, räumt die MRB ein.

Trotz neuem Betreiber gibt's weiter Ärger auf den Strecken der ehemaligen Städtebahn.
Trotz neuem Betreiber gibt's weiter Ärger auf den Strecken der ehemaligen Städtebahn.  © Daniel Förster

Auf der Strecke von Dresden nach Königsbrück (RB 33) wurde der Schienenersatzverkehr verlängert - bis einschließlich 6. Dezember.

Erst ab 7. Dezember soll zumindest der Abschnitt Dresden-Neustadt bis Ottendorf-Okrilla mit Zügen bedient werden, früh morgens und spät abends die gesamte Strecke. Die Situation verbessern sollen zwei zusätzliche Fahrzeuge ab Mitte Dezember.

"Damit ist eine deutlich größere Reserve vorhanden, wenn Triebwagen in die Werkstatt müssen", so ein MRB-Sprecher. Für die Strecke zwischen Pirna und Sebnitz (RB 71) ist eine Rückkehr zur Normalität völlig offen. Hier fährt weiter der Bus. Möglicherweise fahren dort erst ab Januar wieder Züge.

Die MRB hatte die VVO-Diesel-Strecken per Notvergabe im September übernommen. Denn die Städtebahn hatte ihren Betrieb ohne Ankündigung im Juli eingestellt, Insolvenz angemeldet. Grund für den Zugmangel ist ein Wartungsstau, bedingt durch die Insolvenz, und ein Rechtsstreit.

Daher bestehe derzeit kein Zugriff auf Lagerbestände der Städtebahn in der Werkstatt. "Wir bemühen uns intensiv um alternative Beschaffungswege für die aktuell notwendigen Ersatzteile", so der Sprecher.

Die Städtebahn auf der Dresdner Marienbrücke.
Die Städtebahn auf der Dresdner Marienbrücke.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Daniel Förster

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