In Sachsen werden Spione jetzt ganz öffentlich gesucht

Observation beim Verfassungsschutz: Freie Stellen sind neuerdings öffentlich 
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Observation beim Verfassungsschutz: Freie Stellen sind neuerdings öffentlich ausgeschrieben.  © 123RF

Dresden - Eigentlich hat es der Geheimdienst naturgemäß nicht so mit Öffentlichkeit. Doch weil der sächsische Verfassungsschutz dringend Mitarbeiter für die Observation sucht, sind die Stellen erstmals öffentlich ausgeschrieben.

Gleich mehrere „Mitarbeiter Observation“ werden derzeit per Ausschreibung gesucht. Ungewöhnlich: Ganz klassisch sind die Jobs nun auf der Karriere-Seite des Freistaates zu finden.

Aufgaben u.a.: „Heimliches Beobachten von nachrichtendienstlich relevanten Personen, Objekten und Ereignissen.“ Auch wichtig: Es wird die Verfassungsschutzzulage und die Zulage für den Dienst zu ungünstigen Zeiten gewährt!

Eingestellt wird ab Polizeimeister aufwärts. „Viele Sicherheitsbehörden sind derzeit um qualifizierte Mitarbeiter bemüht. Um die Stellen zeitnah zu besetzen, sind wir diesen Weg gegangen“, erklärt Martin Döring, Sprecher des Landesamtes für Verfassungsschutz. Es gebe zudem die Hoffnung, dass sich auch polizeiliche Bewerber aus anderen Bundesländern meldeten.

Hintergrund: Um besser gegen extremistische Umtriebe und Spionage gerüstet zu sein, erhält Sachsens Verfassungsschutz mehr Personal. Zu den aktuell 187 Mitarbeitern sollen bis Ende nächsten Jahres 16 neue Stellen hinzukommen.

Sachsens Verfassungsschutz-Chef Gordian Meyer-Plath (48) unlängst: „Wir haben in keinem Bereich eine Entspannung, es gibt nirgendwo einen Rückgang - alle Extremismusbereiche haben Zulauf, auch die Spionage gegen Deutschland nimmt nicht ab.“

Sachsens Verfassungsschutz-Chef Gordian Meyer-Plath (48) sucht Spione per 
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Sachsens Verfassungsschutz-Chef Gordian Meyer-Plath (48) sucht Spione per Anzeige.  © DPA

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