Schönheits-Operation für Pittiplatsch, Moppi und Schnattchen: Sie werden optisch verändert

Dresden - Etwa eine Million Knirpse sitzen allabendlich vor den Bildschirmen, schauen mit großen (oder kleinen) Augen den Abendgruß. Zum 60. Geburtstag des Sandmännchens im November erhalten die knuffigen Stars jetzt eine Auffrischung.

Der Sandmann und seine Altstars: Zum 60. Geburtstag kriegen die in die Jahre gekommenen Abendgruß-Lieblinge eine Auffrischung.
Der Sandmann und seine Altstars: Zum 60. Geburtstag kriegen die in die Jahre gekommenen Abendgruß-Lieblinge eine Auffrischung.  © dpa/Sören Stache

Im DDR-Fernsehen waren sie Kult. Kobold Pittiplatsch, Hund Moppi, Ente Schnatterinchen. Mehr als 500 der Streiche liefen im Kinderprogramm - und lockten wegen der lustigen Wortduelle auch Erwachsene vor die Mattscheibe.

Die, die mit dem tierischen Trio groß geworden sind, müssen jetzt ganz stark sein. Denn für die 13 neu zu drehenden Abendgruß-Folgen lässt der MDR die Figuren der Hauptdarsteller pimpen - und zwar von einem "Wessi".

Bevor es ins Studio geht, muss ihr Schöpfer aber noch Hand anlegen. Figurenbauer Norman Schneider (47) aus dem Münsterland richtet das krause Haar von Pitti.

Moppis Nase könnte noch nachgedunkelt werden, Schnattchen soll Accessoires bekommen. Von ersten Entwürfen bis zu letzten Handgriffen hat Schneider mindestens 200 Arbeitsstunden in die drei Handpuppen gesteckt.

Die Figuren sollen ausdrucksstark sein

Neues Antlitz nach der Schönheits-OP: Pitti, Moppi und Schnattchen haben von Puppenbauer Norman Schneider (47) nicht nur neue Nasen und Augen bekommen.
Neues Antlitz nach der Schönheits-OP: Pitti, Moppi und Schnattchen haben von Puppenbauer Norman Schneider (47) nicht nur neue Nasen und Augen bekommen.  © dpa/Friso Gentsch

Und so sind die drei nur auf den ersten Blick die, die sie immer waren. "Heutzutage achtet man darauf, dass die Figuren möglichst so lebendig aussehen, dass man als Betrachter vergisst, dass es Handpuppen sind. Sie sollen zum Leben erwachen", erklärt Schneider.

Pitti hatte einst einfach bemalte Halbkugeln als Augen. Jetzt strahlen Glasaugen aus seinem Gesicht, die je nach Lichteinfall bernsteinfarben funkeln. Durch das mit einem Seilzug bewegliche Mündchen und die weiche Struktur habe der Puppenspieler viel mehr Möglichkeiten für Mienenspiel des Kobolds.

Mit ihren neuen Flügelchen wird Schnatterinchen künftig zupacken können. Moppis früher hängende Mundwinkel und ein schräg nach oben gerichteter Blick sind korrigiert worden. Und der Wuffi kann nun auch mühelos die Laune wechseln.

Entwickler Schneider: "Es ist ein großes Glück, wenn es gelingt, die Figuren so ausdrucksstark zu machen."

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