Baustelle Augustusbrücke: Erst in zwei Jahren rollen die Bahnen

Dresden - Nachdem die Sanierung des "Blauen Wunders" wegen fehlender Fördermittel nicht wie geplant vorangeht, gibt es auch von der "Augustusbrücke" schlechte Nachrichten.

Der Fußweg auf der Oberstromseite der Augustusbrücke ist fertig, ein Stück provisorischer Asphalt wird noch ergänzt.
Der Fußweg auf der Oberstromseite der Augustusbrücke ist fertig, ein Stück provisorischer Asphalt wird noch ergänzt.  © Steffen Füssel

Die Komplettsanierung dauert länger und wird teurer.

Ursprünglich sollten die 2017 begonnenen Arbeiten Ende 2019 fertig werden. Später wurde auf Frühjahr 2020 korrigiert. Damals bestand die Hoffnung, das Ende 2019 zumindest Bahnen wieder über die Brücke können.

Jetzt hat die Stadt komplett umgeplant. Wahrscheinlich erst im Herbst 2021 fahren wieder Bahnen über die Brücke. Allerdings nutzten Stadt und DVB die längere Bauzeit, um im Sperrschatten der Brückenbaustelle die Gleiskreuzungen auf beiden Seiten mit zu erneuern.

"Sonst wären Bahnen wenige Monate über die sanierte Brücke gerollt, nur um diese kurze Zeit später wegen zweier neuer Baustellen wieder zu sperren", sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne). Sehr wahrscheinlich kommen durch die längeren Bauarbeiten auch (überschaubare) Mehrkosten auf die bisher veranschlagten 25,5 Millionen Euro obendrauf.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Ende August wird ein Brückenteil fertig, Radler und Fußgänger kommen dann komfortabler über die Elbe.

Die Behelfsbrücke wird abgebaut. Danach wird der Rest saniert. "Große Überraschungen wird es nicht mehr geben", so Brückenchef Andreas Gruner (35).

Andreas Gruner (35) ist im Rathaus für sämtliche Dresdner Brücken verantwortlich.
Andreas Gruner (35) ist im Rathaus für sämtliche Dresdner Brücken verantwortlich.  © Steffen Füssel

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