Sanierung statt neuer Brücke: Blaues Wunder bekommt keine Schwester

Dresden - Schritt für Schritt wird das Blaue Wunder in den nächsten Jahren saniert.

Baustelle: Ja. Brückensperrung: Nein. Die Stadt hält das Blaue Wunder offen.
Baustelle: Ja. Brückensperrung: Nein. Die Stadt hält das Blaue Wunder offen.  © Petra Hornig

Die Stadt will so eine "maximale Ausdehnung der Nutzungsdauer" erreichen. Die Suche nach einer alternativen Elbquerung wurde hingegen endgültig eingestellt.

Bisher hatte Dresden verschiedene Überlegungen zumindest vorgedacht, wo ein Brückenneubau über die Elbe führen könnte. So wurden Varianten links und rechts des Blauen Wunders sowie in Niederpoyritz geprüft und letztlich verworfen. Hintergrund: Die 1893 gebaute Loschwitzer Brücke hat dieses Jahr eigentlich bereits ihre maximale Lebensdauer erreicht. Lange galt der Grundsatz, dass die Brücke darüber hinaus nicht beliebig oft ausgebessert werden kann.

Dresdens Brückenchef Reinhard Koettnitz (63) ist sich jedoch mittlerweile sicher, dass eine 45 Millionen Euro teure, fast 15 Jahre andauernde Komplettsanierung die Brücke stabil hält. Stand jetzt ist es damit sogar denkbar, dass auch weit nach 2040 noch täglich etwa 30.000 Autos über die Brücke rollen können.

Nachdem in den letzten Jahren immer am Blauen Wunder gewerkelt wurde, wird die Elbquerung ab Frühjahr 2019 zur Dauerbaustelle. Dann erhält die Brücke einen frischen Rostschutz und neue Farbe. Anschließend wird der elbabwärts liegende Fußweg saniert, die Ankerkammern an den Brückenenden folgen. Nachteil: Eine Fahrspur fällt weg.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne): "Eine dauerhafte zweite Elbquerung ist nicht mehr vorgesehen. Sie wäre nach derzeitigem Erkenntnisstand auch nur unter erheblichen Eingriffen in die städtebaulichen und naturgegebenen Strukturen möglich."

Amtsleiter Reinhard Koettnitz (63) plant die Brückensanierung.
Amtsleiter Reinhard Koettnitz (63) plant die Brückensanierung.  © Ove Landgraf
2003 bekam das Blaue Wunder einen neuen Asphalt. In den nächsten Jahren folgen viele weitere Sanierungen.
2003 bekam das Blaue Wunder einen neuen Asphalt. In den nächsten Jahren folgen viele weitere Sanierungen.  © René Kasprzack
Vor allem Rost setzt der Haltbarkeit der Brücke mächtig zu.
Vor allem Rost setzt der Haltbarkeit der Brücke mächtig zu.  © Ove Landgraf

Titelfoto: Petra Hornig, Ove Landgraf