Wann ziehen endlich die ersten Bewohner in die Saloppe?

Dresden - Vom Industriedenkmal zur Luxusresidenz mit 35 Wohnungen: Aus dem Inneren der Saloppe scheinen endlich Lichter! Doch nicht für die Bewohner, sondern für werkelnde Arbeiter.

Weiterer Bauverzug: Neues Ziel für die Fertigstellung der Saloppe ist nun Mai.
Weiterer Bauverzug: Neues Ziel für die Fertigstellung der Saloppe ist nun Mai.  © Eric Münch

Der Ausbau sollte schon Ende 2016 beendet sein, schleppt sich aber erneut weiter hin - Familie Biedenkopf und die künftigen Bewohner müssen sich mit dem Einzug noch mindestens bis Mai gedulden.

Zwar konnten erste Wohnungen im Kesselhaus (Ostseite) bereits von den künftigen Eigentümern abgenommen, auch erste Küchen eingebaut werden. Doch einziehen kann hier niemand: Noch immer fehlen gepflasterte Wege, einige Fenster, Zugänge, auch zum Elberadweg. Von außen betrachtet tut sich wenig auf der Großbaustelle.

"Wir arbeiten von Montag bis Sonnabend von 7 bis 18 Uhr. Das Kesselhaus ist quasi fertig. Jetzt läuft der Wohnungsausbau im Maschinenhaus", sagt Projektleiter Stefan Endres (51). 26 Arbeiter seien im Einsatz, dazu weitere Klempner und Techniker. "Das Kesselhaus ist fertig. Der Ausbau im Maschinenhaus läuft. Bis Anfang März werden die Balkone angebaut, verschwinden die Außengerüste. Bis Anfang, Mitte Mai wollen wir mit allem fertig sein."

Hauptgründe für den neuerlichen Bauverzug sind nach TAG24-Informationen Probleme bei den Kanalanschlüssen zum Abwasser, die vor Wintereinbruch hätten installiert werden sollen. Nun kann das erst nach Frostende geschehen. Auch mit beteiligten Firmen lief nicht nicht alles wie geplant. Drei sollen bereits durch andere Firmen ersetzt worden sein, darunter Elektriker und Zimmerer.

Trotz aller Verzögerungen habe man sich laut Endres mit allen künftigen Bewohnern einigen können, verlaufe es "im Großen und Ganzen friedlich". Der bayerische Saloppe-Investor Miljenko Salopek (50): "Wir haben keine finanziellen Schwierigkeiten, bringen das Objekt tip top zu Ende."

Biedenkopfs müssen auf Kesselhaus warten

Kurt Biedenkopf (89, CDU) und seine Frau Ingrid (87) können noch immer nicht ihr neues Zuhause in der Saloppe beziehen.
Kurt Biedenkopf (89, CDU) und seine Frau Ingrid (87) können noch immer nicht ihr neues Zuhause in der Saloppe beziehen.  © Holm Helis

So wie alle künftigen Bewohner, müssen sich auch Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (89, CDU) und seine Frau Ingrid (87) weiter gedulden. Nach TAG24-Informationen beziehen sie eine Eigentumswohnung im Kesselhaus mit Elbblick. Laut Süddeutscher Zeitung hatten sie ihr Haus am Chiemsee verkauft, wollten im Sommer 2018 nach Dresden ziehen.

Im Oktober hatte es von Bauherrenseite geheißen, dass im November ein Einzug möglich sei. Da aber Zugänge und Areal nun frühestens im Mai fertig werden, erscheint ein Einzug davor unwahrscheinlich. Übergangsweise soll Familie Biedenkopf darum in mehreren Hotels gewohnt haben, zuletzt (Oktober) im luxuriösen Kempinski (5 Sterne) in Dresden.

Mittlerweile soll die Familie wieder woanders untergekommen sein. "König Kurt" ließ auf Anfrage ausrichten, er wolle sich zu seiner aktuellen Wohnsituation nicht äußern.

Außenanlage und Wege auf der Nordseite liegen noch brach.
Außenanlage und Wege auf der Nordseite liegen noch brach.  © Eric Münch
Im Inneren schreitet der Ausbau aber voran: Die Wohnungen im Kesselhaus sind quasi fertig.
Im Inneren schreitet der Ausbau aber voran: Die Wohnungen im Kesselhaus sind quasi fertig.  © Eric Münch

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