"Nie dagewesene Brutalität": Wirbel um CDU-Kandidat

Dresden - Satire? Oder doch Ernst? Auf jeden Fall sorgt die Bewerbung eines Dresdners als CDU-Direktkandidat für den Landtag für Wirbel. Denn Hannes Hertwig (36) schreibt in seiner Bewerbung in der Mitgliederzeitung der Dresdner CDU:

Hannes Hertwig (36) sorgt für Furore.
Hannes Hertwig (36) sorgt für Furore.  © Dresdner Union

"Jeder Widerstand meiner Person gegenüber wird in noch nie dagewesener Brutalität niedergeschlagen. Deshalb bin ich eine gute Wahl."

Und: Alle, die sich in diesem "absurden Regime" benachteiligt fühlten, würden ihn anstandslos unterstützen, da er "diese Missgeburt wie Papier zerreissen werde".

Auf TAG24-Nachfrage erklärt Hertwig: "Satire machte ich nicht. Ich meine es nur gut und spreche nur von legalen Dingen."

Er sei nur konsequent und habe halt ungewöhnliche Ansätze. Zuvor war er bei den Linken, sagt er.

Der CDU Dresden ist das Ganze unangenehm. Sie bestätigte, dass Hertwig seit einem Jahr Parteimitglied ist.

"Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, sich um ein Mandat zu bewerben und sich auch unzensiert den Mitgliedern vorzustellen", so Parteisprecher Johannes Preißiger.

Man habe ihm nahegelegt, den Text zu überarbeiten. Was er nicht tat. "Die Mitglieder werden dies entsprechend bewerten", so der Sprecher. Hertwig kandidiert übrigens im Wahlkreis 47 gegen Sozialministerin Barbara Klepsch (53, CDU), die dort ebenfalls CDU-Direktkandidatin werden will.

So sieht das Bewerbungsschreiben Hertwigs in der Mitgliederzeitung aus.
So sieht das Bewerbungsschreiben Hertwigs in der Mitgliederzeitung aus.  © Dresdner Union

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