Scharfes Gemüse! Nicht nur bei Erkältung solltet Ihr zur Zwiebel greifen

Richtig bekämpfen lässt sich eine Erkältung mit Medikamenten nicht. Es gibt aber Mittel, mit denen sich wenigstens die Symptome lindern lassen.: zum Beispiel mit Zwiebeln.
Richtig bekämpfen lässt sich eine Erkältung mit Medikamenten nicht. Es gibt aber Mittel, mit denen sich wenigstens die Symptome lindern lassen.: zum Beispiel mit Zwiebeln.  © Christin Klose/dpa-tmn

Dresden - Die Zwiebel ist das Multitalent unter den natürlichen Heilmitteln. Sie wirkt antibakteriell, puscht das Immunsystem, senkt den Blutdruck und soll auch vor Krebs schützen.

Bereits im Alten Ägypten wurde den Pyramiden-Bauarbeitern eine tägliche Zwiebelsuppe serviert, damit sie stark und gesund bleiben. Auch wenn ihr markanter Geruch (liegt an den Schwefelverbindungen) uns die Tränen in die Augen treibt, ist die Zwiebel bis heute als Hausmittel im Einsatz.

Hier wirkt sie:

Im Darm: In der Zwiebel stecken Senföle, die Viren, Bakterien und Pilze bekämpfen. Das schützt die Darmflora.

Im Blut: Die Senföle "verhindern das Zusammenkleben der Blutplättchen und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes", erklärt "Nachrichten.at"

Bei Erkältung: Zwiebelsaft hilft, zähen Schleim zu verflüssigen, damit er besser abgehustet wird.

Außerdem anzuwenden bei Angina, Bronchitis, Katarrh, Keuchhusten und allergischen Reaktionen der Atemwege. Die Senföle wirken auch krampflindernd und gegen Verstopfung.

Ihr scharfer Geruch treibt uns die Tränen in die Augen

Zwiebeln bringen uns zum Heulen. Wenn man sie schneidet, verteilen sie beißende Stoffe...
Zwiebeln bringen uns zum Heulen. Wenn man sie schneidet, verteilen sie beißende Stoffe...  © Karolin Krämer/dpa-tmn

Krebs: Eine halbe Zwiebel täglich soll sogar das "Risiko für Speiseröhren-, Magen-, Dickdarm- und Lungenkrebs" deutlich senken, erklärt die Ernährungswissenschafterin und Expertin in der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM), Eva Fauma bei Nachrichten.at.

Äußerlich angewendet: Ein Stück frisch abgeschnittene Zwiebel oder Zwiebelbrei lindert den Juckreiz und Schwellungen nach Insektenstichen, desinfiziert kleinere Wunden sowie leichte Verbrennungen und bekämpft Furunkel.

Nasenbluten: Einen Zwiebelwickel in den Nacken legen und warten, bis er trocken ist.

Ohrenschmerzen: Den Zwiebelwickel nachts auf das betroffene Ohr legen.

Tipp: Wer Zwiebeln aufgrund ihres hohen Zuckeranteils oder der schwefelhaltigen Verbindungen nicht verträgt und mit Blähungen reagiert, der legt die geschnittene Zwiebel einfach kurz in kaltes Wasser. Das wäscht die Senföle und Fruktose aus, nimmt ihr außerdem die Schärfe.

Und so geht's:

Die einfache Speisekartoffel ist seit tausenden Jahren ein bewährtes Heilmittel.
Die einfache Speisekartoffel ist seit tausenden Jahren ein bewährtes Heilmittel.  © DPA

Frische Zwiebel: Eine halbe Zwiebel zum Beispiel nachts neben das Bett stellen, damit sich die schwefelhaltigen Verbindungen im Raum verteilen können. Beim Einatmen lindern sie so zum Beispiel Husten oder Beschwerden der oberen Atemwege.

Zwiebelsuppe: Eine mittlere Zwiebel schälen, in Ringe schneiden und in 500 ml Wasser 15 Minuten kochen. Wichtig: hierbei geht es nur um die Zwiebel als Heilmittel. Rezepte für leckere Zwiebelsuppe findet Ihr zum Beispiel hier, wenn es wie bei Mutti schmecken soll, klickt hier.

Zwiebelsaft: 50 Gramm einer frischen Zwiebel sehr fein häckseln, mit etwas Wasser verdünnen und trinken.

Zwiebelsirup: In den Zwiebelsaft einfach Honig (Menge je nach Geschmack) mischen.

Zwiebelbrei: Eine kleine Zwiebel fein häckseln, mit Salz und Wasser zum Brei mischen und auf die betroffene Stelle auftragen.

Zwiebelwickel: Eine kleine Zwiebel fein häckseln und in ein weiches Baumwolltuch wickeln.

Ihr könnt bei allen Anwendungen zu gewöhnlichen Speisezwiebeln greifen.

Titelfoto: Christin Klose/dpa-tmn, Karolin Krämer/dpa-tmn


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