In einer Stunde wird Sandor zum Biest!

Da gibt‘s was auf die Augen: Maskenbildnerin György Zsófi legt mit dem Pinsel 
los.
Da gibt‘s was auf die Augen: Maskenbildnerin György Zsófi legt mit dem Pinsel los.  © Steffen Füssel

Dresden - Kein Hexenwerk, „bloß“ gutes Handwerk: Im Künstlertrakt der Semperoper verwandelt sich Schauspieler Sándor Barkóczi (28) allabendlich in das reinste Ungetüm. Kein leichter Job - weder für ihn, noch für seine Maskenbildnerin.

Seit Donnerstag (und noch zwei Wochen lang) ist der Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ in der Dresdner Oper zu sehen. Eine deutschsprachige Inszenierung des Budapester Operetten- und Musicaltheaters. 41 Darsteller machen mit.

Für die Bühnen-Stars gehört die Kostümierung natürlich zum Geschäft. Trotzdem ist „das Biest“ noch mal eine Klasse für sich. Barkóczi: „Das Kostüm ist extrem schwer, wiegt etwa 20 Kilogramm. Man verliert viel Wasser darunter.“ Er lacht: „Eigentlich ist es eine mobile Sauna...“

So schnell kann ein Bart wachsen. Der Kleber ist übrigens besonders 
hautverträglich.
So schnell kann ein Bart wachsen. Der Kleber ist übrigens besonders hautverträglich.  © Steffen Füssel

Damit Sándor rechtzeitig zu Vorstellungsbeginn fertig ist, muss Maskenbildnerin György Zsófi zeitig anfangen. Erst verpasst sie dem jungen Schauspieler ein Augen-Make-up, dann wird der Bart mit medizinischem Kleber (besonders hautfreundlich!) angepasst.

Pinsel, Farbe, Creme, hier noch etwas reiben, dort etwas zupfen - Sándor lässt alles geduldig über sich ergehen. Schließlich ist er seit nunmehr sieben Jahren im Geschäft und weiß, dass die Illusion beim Publikum perfekt rüberkommen muss. Zu guter Letzt noch die schwere Maske, die Schuhe, das Kostüm - fertig! „Die Verwandlung zurück zum Menschen geht zum Glück schneller“, freut sich der Ungar.

Denn die, so viel darf er verraten, beginnt ja schon (nach und nach) während des Stücks. Eine echte Erleichterung - in jedem Sinne!

Tipp: Für einige Vorstellungen gibt es noch Karten. Infos unter www.semperoper.de

Dieser Kopfverband muss keine Wunde stillen, er hält nur die Haare des 
Schauspielers in Zaum.
Dieser Kopfverband muss keine Wunde stillen, er hält nur die Haare des Schauspielers in Zaum.  © Steffen Füssel
Zeit für die schwere Maske mit der Zottelfrisur. An das sperrige Teil hat 
sich Sándor längst gewöhnt.
Zeit für die schwere Maske mit der Zottelfrisur. An das sperrige Teil hat sich Sándor längst gewöhnt.  © Steffen Füssel
Letzte Handgriffe der Maskenbildnerin sorgen dafür, dass auf der Bühne auch 
ja nichts verrutscht.
Letzte Handgriffe der Maskenbildnerin sorgen dafür, dass auf der Bühne auch ja nichts verrutscht.  © Steffen Füssel
Schnell noch den Mantel an - fertig ist das Biest. Nach mehreren Stunden in 
diesem Outfit freut sich der Darsteller auf den Feierabend.
Schnell noch den Mantel an - fertig ist das Biest. Nach mehreren Stunden in diesem Outfit freut sich der Darsteller auf den Feierabend.  © Steffen Füssel
Der Strahlemann noch ganz privat: Schauspieler Sándor Barkóczi (28) bei 
Dienstantritt in der Semperoper.
Der Strahlemann noch ganz privat: Schauspieler Sándor Barkóczi (28) bei Dienstantritt in der Semperoper.  © Steffen Füssel

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