Versuchter Totschlag in Dresden: Anklage gegen Messerstecher vom Scheunen-Vorplatz erhoben

Dresden - Die Liste der Verletzungen, die er seinem Widersacher zufügte, liest sich wie ein Auszug aus einem Horrorfilm, nun erhebt die Staatsanwaltschaft gegen den Messerstecher vom Scheunenvorplatz in der Dresdner Neustadt Anklage.

Zu der Auseinandersetzung kam es auf dem Vorplatz der Scheune.
Zu der Auseinandersetzung kam es auf dem Vorplatz der Scheune.  © Steffen Füssel

Ein 31-jähriger Tunesier muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Bei einem Streit am 8. August 2019 auf dem Scheunenvorplatz in Dresden schlug er zunächst auf einen 33-jährigen Landsmann ein. Danach ging er mit einem Messer "mit einer Klingenlänge von wenigstens 4 cm", wie es von der Staatsanwaltschaft heißt, auf den Mann los.

Er stach ihm in die rechte Brust und in den linken Bauchbereich. Dabei wurde dem 33-Jährigen die rechte innere Brustkorbschlagader durchtrennt und der Herzbeutel eröffnet.

Daraufhin erlitt der Mann einen Kreislaufzusammenbruch und einen Herzstillstand. Er musste reanimiert werden, kam schwer verletzt ins Krankenhaus und wurde intensivmedizinisch therapiert und künstlich beatmet.

Wann genau der Prozess stattfindet, muss das Landgericht Dresden nun entscheiden. Der 31-jährige Tunesier sitzt in U-Haft.

Die Dresdner Polizei rückt immer wieder zu Einsätzen an der Scheune aus.
Die Dresdner Polizei rückt immer wieder zu Einsätzen an der Scheune aus.  © imago/Sven Ellger

Titelfoto: imago/Sven Ellger, Steffen Füssel

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