Schläge für Sohn und Tochter: Mutter jetzt verurteilt

Dresden - Erst waren alle anderen schuld, doch als der Sohn (13) dann aussagte, knickte Dana K. (40) ein: Die Dresdnerin musste sich Mittwoch vor dem Amtsgericht verantworten, weil sie ihren Sohn und ihre Tochter (11) geschlagen sowie die eigene Mutter mit einem Blumentopf beworfen hatte.

Dana K. (40) musste Mittwoch vor Gericht, weil sie ihre Kinder geschlagen und ihre Mutter mit einem Blumentopf beworfen hatte.
Dana K. (40) musste Mittwoch vor Gericht, weil sie ihre Kinder geschlagen und ihre Mutter mit einem Blumentopf beworfen hatte.  © Peter Schulze

Weihnachten 2016 eskalierte es in der Gorbitzer Wohnung: Laut Staatsanwaltschaft hatte Dana ihren Sohn gegen die Wand geschleudert, ihm am Boden das Knie ins Gesicht gedrückt.

Doch die Arbeitslose sah das erst anders: "Wir wollten mit meiner Mutter schön essen", so die Angeklagte. "Er wollte aber einfach Schuhe und Jacke nicht anziehen. Da habe ich ihn am Arm gepackt, auf einen Stuhl gesetzt und gesagt, er soll die jetzt anziehen." Auch laut sei sie geworden, alles andere wäre übertrieben, der Ex-Freund würde die Kinder gegen sie aufwiegeln.

Auch ihre Tochter will Dana nicht geschlagen haben, den Blumentopf habe sie auch nicht auf die Mutter geworfen. "Da war Erde drin", sagt sie. "Ich wollte damit nur ihren Teppich beschmutzen."

Zuvor hatte es Streit um die Kindererziehung gegeben. Dass die Mutter es als Angriff schilderte, läge an ihr selbst: "Sie ist so eine Drama-Queen", sagt Dana.

Doch dann die Wende im Prozess: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit musste der eigene Sohn gegen die Mutter aussagen, der auch alle anderen Anklagevorwürfe bestätigte. Schließlich gestand Dana alles - 1200 Euro Strafe.

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