Internationale Schleuserbande aufgeflogen

Ermittler aus mehreren Staaten gingen am Dienstag gegen die Bande vor.
Ermittler aus mehreren Staaten gingen am Dienstag gegen die Bande vor.

Dresden - Eine internationale Schleuserbande ist bei einer groß angelegten Razzia in Großbritannien, Belgien, Tschechien und Deutschland gesprengt worden. Dabei wurden auch Wohnungen in Sachsen durchsucht.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, seit 2013 etwa 1900 Flüchtlinge auf unterschiedlichen Routen nach Großbritannien gebracht zu haben. Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizeidirektion Pirna am Mittwoch mit.

Die Verdächtigen stammten zumeist aus Tschechien und Albanien, hieß es. Deutschland sei eine Etappe auf dem Weg der Schlepper gewesen.

Ermittler aus mehreren Staaten gingen am Dienstag gegen die Bande vor. "Es wurden sechs europäische Haftbefehle vollstreckt, keiner davon in Deutschland", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Halle.

In Dresden und Freital durchsuchten Beamte jeweils eine Wohnung. "Es wurden umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt", sagte der Sprecher weiter. Details wollte er aus Ermittlungsgründen nicht nennen.

Gelenkt wurde die Aktion von der europäischen Justizbehörde Eurojust, auch Europol war an dem Einsatz beteiligt.

Foto: dpa


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