So geht es mit Schloss Übigau weiter

Dresden - Seit knapp einem halben Jahr ist das Übigauer Schloss samt dem Parkgelände in den Händen einer Dresdner Investorengemeinschaft. Voraussichtlich im Juni wollen die neuen Besitzer nun erste Pläne zur Zukunft des Anwesens verraten.

Das barocke Schloss soll bald in neuem Glanz erstrahlen.
Das barocke Schloss soll bald in neuem Glanz erstrahlen.  © Norbert Neumann

Mittlerweile wurden Sturmschäden beseitigt, das Gelände ist beräumt, Reparaturen an Fenstern und Türen durchgeführt. Auch innen habe sich bereits viel getan, sagt Frank Wießner (43), einer der Investoren. "Wir arbeiten eng mit dem Denkmalschutz zusammen. Derzeit werden alte Malereien freigelegt."

Nach Jahren des Verfalls und Nichtstuns geht es nun langsam voran. Wie das Gebäude am Ende aber tatsächlich genutzt werden soll, steht noch nicht fest. "Es gibt Gespräche mit potenziellen Mietern, spruchreif ist da allerdings noch nichts", so Wießner.

"Deshalb hat der Umbau auch noch nicht begonnen. Die Pläne dafür sollen sich auch nach den Wünschen der neuen Mieter richten." Einen Teil der Anlage öffentlich zugänglich zu machen, hält Wießner für möglich. Wichtig seien ihm und den Mitinvestoren vor allem aber langfristige Mieter.

Das Schloss Übigau hat eine bewegte Geschichte. Erbaut zwischen 1724 und 1726 von Baumeister Johann Friedrich Eosander, gehörte es einst zum Besitz von August dem Starken. Später war es Jagdschloss und in der DDR Verwaltungssitz des VEB Dampfkesselbau Übigau.

Seit 1999 gehörte das Schloss einer Heidelberger Familie, die es im November unsaniert an die Dresdner Investoren veräußerte.

Ziemlich heruntergekommen: Der Schloss-Eingang über die Elbseite.
Ziemlich heruntergekommen: Der Schloss-Eingang über die Elbseite.  © Petra Hornig
Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner (43) ist einer von drei Investoren.
Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner (43) ist einer von drei Investoren.  © Andreas Weihs
So sah der Prunkbau Anfang des 19. Jahrhunderts aus Sicht vom Schlossgarten aus.
So sah der Prunkbau Anfang des 19. Jahrhunderts aus Sicht vom Schlossgarten aus.  © SLUB/Deutsche Fotothek

Titelfoto: Thomas Türpe, Norbert Neumann


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