Kurz vorm Aus? Falschparker bedrohen das beliebte Hechtfest!

Dresden - Gut gedacht, schlecht gemacht: Um Falschparken zu verhindern und die Schulwegsicherheit zu erhöhen, will die Stadt wichtige Kreuzungen im Hechtviertel mit Radbügeln "blockieren". Doch die verhindern zum Hechtfest die beiden größten Bühnen. Die ganze Sause steht auf der Kippe.

Die zwei größten Bühnen auf dem Hechtfest sind bedroht.
Die zwei größten Bühnen auf dem Hechtfest sind bedroht.  © Steffen Füssel

Rückblick: Im Hechtviertel gibt es kaum frei Parkplätze. Täglich werden die Kreuzungen zugeparkt. Kinder auf dem Weg zur 30. Grundschule müssen sich ihren Weg bahnen. 614 Dresdner unterstützten daher eine Petition, mit "Radbügeln und Pollern" Kreuzungsparken zu verhindern.

Die Petition fand eine Mehrheit, die Verwaltung wollte Frühjahr die Kreuzungen Hechtstraße/Erlenstraße sowie Hechtstraße/Fichtenstraße mit 34 Radbügeln und 26 Pollern versehen.

"Doch an den Kreuzungen stehen die zwei größten Bühnen des Hechtfestes. Wir dürften keine Räder entfernen, Rad und Bügel könnten nicht einfach überbaut werden. Die Bühnen könnten auch nicht auf die Straße gestellt werden, wir müssten an Rettungswege denken", so Katrin Köhler (44), Vorsitzende des "HechtViertel"-Vereins.

Politik schaltete sich ein

Auch Sonntag waren die Kreuzungen im Hechtviertel wieder zugeparkt.
Auch Sonntag waren die Kreuzungen im Hechtviertel wieder zugeparkt.  © Steffen Füssel

Die Stadt hält dennoch vorerst an den Bügeln fest, die Sicherheit von Anwohnern und Fußgängern stehe über einer jährlich stattfindenden Veranstaltung.

Jetzt schaltete sich die Politik ein. Stadtrat Torsten Schulze (49, Grüne) vermittelte, dass die Bügel zumindest erst nach dem Hechtfest aufgebaut werden, nicht wie geplant vorher.

"Das verschafft etwas Luft. Jetzt muss eine kluge Lösung gefunden werden. Kinder brauchen einen sicheren Schulweg. Das Hechtfest darf aber nicht in seiner Existenz gefährdet werden."

Denn eines ist klar: "Wir überlegen, ob es nächstes Jahr noch ein Fest gibt. Die Risiken wären groß", so Vereins-Chefin Köhler. Die Folgen wären enorm: "Aus den Gewinnen des Hechtfestes finanzieren wir unsere Stadtteilarbeit, etwa das Drachen- und Herbstfest."

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