Schmalspur-Unterricht: So will die AfD Flüchtlingskinder ausgrenzen

Flüchtlingskinder beim Lernen (hier in Heidenau).
Flüchtlingskinder beim Lernen (hier in Heidenau).  © dpa/Arno Burgi

Dresden - Schmalspur-Unterricht für Flüchtlingskinder mit vermuteter "geringer Bleibeperspektive". Und zwar nur in deren Muttersprache und auf dem Niveau ihres Heimatlandes - das fordert die AfD. Die Lehrer sollen für die deutschen Kinder zur Verfügung stehen.

Deutsche zuerst: Wegen des Lehrermangels will die AfD die Lehrer aus den Vorbereitungsklassen abziehen.

Sie sollen stattdessen in regulären Klassen unterrichten. Die Flüchtlingskinder sollen z.B von Volkshochschullehrern unterrichtet werden. Alles nach dem Motto: keine Integration.

"Kinder und Jugendliche mit geringer Bleibeperspektive werden auf dem Niveau ihrer Herkunftsländer beschult, um sie so auf die Rückkehr vorzubereiten", so die Abgeordnete Karin Wilke (64).

Karin Wilke (64, AfD).
Karin Wilke (64, AfD).  © Eric Münch

Unterrichtet werden soll in der jeweiligen Muttersprache, ergänzend immerhin Deutsch und Englisch.

Dem nicht genug: Der Sonder-Unterricht soll auch durch örtliche Trennung etwa an Volkshochschulen manifest werden.

Wer Chance auf eine dauerhafte Bleibe hat, soll nur nach einer "umfangreichen Leistungsprüfung" in den normalen Unterricht wechseln dürfen.

Das Kultusministerium reagiert entsetzt. "Dieses Ansinnen ist mit dem Grundgesetz und der Sächsischen Verfassung nicht vereinbar", so ein Sprecher.

Das schulische Integrationskonzept verlange "die Gleichwertigkeit der unterrichtlichen und sozialen Komponente".


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