Schnell-Verfahren! 238 Täter ganz fix verurteilt

Dresden - Seit 1. September 2018 soll Sachsens Justiz bei einfachen Straftaten das beschleunigte Verfahren verstärkt nutzen.

In Sachsen werden mehr Straftäter sehr schnell nach der Tat bestraft.
In Sachsen werden mehr Straftäter sehr schnell nach der Tat bestraft.  © dpa Picture-Alliance / Armin Weigel

Heißt: Die Strafe folgt auf dem Fuß. Das funktioniert: 2018 wurde für 238 Menschen ein entsprechendes Verfahren beantragt, im ersten Halbjahr 2019 waren es 331 - vorher, 2017, aber nur 13, so das Justizministerium.

Die Schnellverurteilungen betreffen mehr als 50 Delikte, so ein Sprecher. Etwa Diebstähle, auch mit Waffen, unerlaubter Aufenthalt oder illegale Einreise, Fahren ohne Führerschein, Sachbeschädigung.

Aber auch Angriffe auf Beamte, Zeigen des Hitlergrußes oder Trunkenheit im Verkehr.

Beim Schnell-Verfahren kann bei klarer Beweislage die Anklage mündlich erhoben, der Beschuldigte innerhalb von 24 Stunden geladen und sofort vor einem Strafrichter oder einem Schöffengericht verhandelt werden.

Justizminister Sebastian Gemkow (40, CDU): "Das ist ein klares Signal an potenzielle Straftäter: Straftaten werden konsequent verfolgt und geahndet, und das innerhalb kürzester Zeit."

Titelfoto: dpa Picture-Alliance / Armin Weigel

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