Das sind coole Camps für Sachsens Kids

Friends forever: Florian (13) aus der Nähe von Radeberg und Viki (15) aus Ungarn haben sich im Bautzener Camp angefreundet
Friends forever: Florian (13) aus der Nähe von Radeberg und Viki (15) aus Ungarn haben sich im Bautzener Camp angefreundet  © Thomas Türpe

Dresden - Die Schulferien haben gerade Halbzeit. Viele der 350 000 sächsischen Schüler verbringen sie in Ferienlagern. Grillparty und Lagerfeuer gehören dort immer dazu. Doch manche Ferienspiele sind besonders spannend und aufregend.

In Sachsen gibt es 112 Jugendherbergen, Kinder- und Jugenderholungszentren (KiEZe), Schullandheime und Christliche Freizeit- und Tagungshäuser. Die platzen derzeit fast aus allen Nähten.

Es gibt Detektivcamps. In Johanngeorgenstadt können Ferienkinder im Bergwerk klettern. Außerdem werden Kletterpark-, Reit- und Wasserrattencamps sowie Fußballferienschulen veranstaltet. "Allein wir betreuen über 10.000 Kids und Teens in über 100 Sommercamps", sagt Franzi Bär (54), vom KiEZ-Landesverband.

Hier gibt’s noch freie Plätze: Radioworkshop "Ferien auf Frequenz" in Chemnitz (9-12 Jahre, 23.-29. Juli, 287 Euro). Dance-Camp in der Jugendherberge "Alte Feuerwache" Plauen (10-15 Jahre, 6.-13. August, 295 Euro).

Breakdancer in sieben Tagen: Lasse (10) aus Obercarsdorf zeigt, was er nach dem Schneeberger Tanzcamp schon alles drauf hat.
Breakdancer in sieben Tagen: Lasse (10) aus Obercarsdorf zeigt, was er nach dem Schneeberger Tanzcamp schon alles drauf hat.  © Sven Gleisberg

Tänzer unter sich

Das Tanzbein und den eigenen Körper schwingen: Die Kinder im Schneeberger „KiEZ“ am Filzteich lernen angesagte Tänze - von echten Könnern. Evelyn Puschmann (27) wurde im Juni erneut deutsche Meisterin im Line Dance.

"Mit seinen acht Schritten eignet der sich besonders gut für Pop, Rock und Country", so die junge Frau aus Aue.

Lasse (10) zeigt, was er beim siebentägigen Tanzlager gelernt hat. Der Obercarsdorfer macht den "Turtle" - eine Breakdance-Figur unter ganzer Körperspannung.

Im Schneeberger „KünstlerDanceCamp“ ging‘s jedoch nicht immer nur ums Tanzen. Lilly (13) aus Lichtenstein: „Mir haben auch das Graffiti-Sprayen und das große Lagerfeuer am Teich viel Spaß gemacht!“ Preis des Tanz-Ferienlagers: 299 Euro. Buchung: www.kiezschneeberg.de

Geiger Köváribence (14) brachte ein Stück klingende Folklore aus Ungarn nach Sachsen.
Geiger Köváribence (14) brachte ein Stück klingende Folklore aus Ungarn nach Sachsen.  © Thomas Türpe

Und nächstes Jahr am Balaton?

Fremdsprachen-Feriencamps werden als "außerschulische Jugendbildung" sogar vom Sächsischen Sozialministerium bezuschusst. Manche Anbieter setzen zudem auf internationale Begegnungen, haben tschechische, polnische, lettische und russische Schüler eingeladen.

Im Schullandheim Bautzen-Burk wohnen derzeit 36 ungarische und 19 sächsische Kinder - die Ungarn im Haus, die Sachsen in Holzhütten.

"Bei einer Disko am ersten Abend lernten sich alle kennen", sagt Schullandheimleiterin Doris Vogel. Florian (13) aus Liegau-Augustusbad hat mit der 15-jährigen Viki aus Ungarn sogar eine neue Freundin gefunden.

Zusammen ging’s in den Saurierpark, zum T-Shirt-Bemalen, auf Schlauchboottour und auf die Bastei. Nur beim Essen gab‘s Unterschiede. Vogel: "Die Ungarn mochten kein Kraut und aßen alles ohne Soße."

Zielschießen mit Licht: Danilo (15, l.) und Ondrej (10) werden beim Biathlon-Laserschießen von Experte Kay Walther (l.) angeleitet.
Zielschießen mit Licht: Danilo (15, l.) und Ondrej (10) werden beim Biathlon-Laserschießen von Experte Kay Walther (l.) angeleitet.  © Egberth Kamprath

Lauter Sportskanonen

Beim deutsch-tschechischen Sportcamp in der Jugendherberge von Sayda (bei Olbernhau) wird sogar scharf geschossen - allerdings nur mit Laserlicht. Walther Danilo (15) aus dem Berliner Montgolfier Gymnasium wetteiferte mit Ondrej (10) aus einer Grundschule der tschechischen Hauptstadt Prag beim Biathlon-Laserschießen um die meisten Treffer.

Gute Kondition steht im Vordergrund des Ferienangebots in Sayda.

"Auf dem Programm stehen außerdem noch ein Orientierungslauf, verschiedene Wanderungen sowie ein Kegel-, Volleyball-, Fußball- und Schachturnier", sagt Herbergsleiter Thomas Fink (56).

Wer richtig fit drauf ist, ist hier genau richtig. Höhepunkt war jedoch am Freitag das Laserschießen mit anschließendem Hindernisparcours.

Ferienspaß in Sayda: Lara (l.) und Anna (beide 14) bändigen im Sportcamp ein störrisches Quad.
Ferienspaß in Sayda: Lara (l.) und Anna (beide 14) bändigen im Sportcamp ein störrisches Quad.  © Egberth Kamprath

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