Ausweichschule am Terrassenufer: Neubau ist garantiert flutsicher

Dresden - Die Stadt vergrößert den Ausweich-Schulkomplex am Terrassenufer, baut in Rekordzeit einen Neubau in Modulbauweise!

Modul am Haken: Hier fliegt ein Klassenzimmer für den Schulneubau ein.
Modul am Haken: Hier fliegt ein Klassenzimmer für den Schulneubau ein.  © Steffen Füssel

Schwertransporter liefern die künftigen Unterrichtsräume an, ein riesiger Kran nimmt sie dann an den Haken, setzt die fliegenden Klassenzimmer aufs Gebäude.

Das dreigeschossige Schulhaus entsteht wie ein großes Tetris-Puzzle im Baukasten-Prinzip: 108 tonnenschwere Module (bis zehn Meter lang und über drei Meter hoch) werden in Coswig vorgefertigt, am Terrassenufer mit einem blauen Kran an der richtigen Stelle abgesetzt. Ein Klassenraum besteht aus bis zu vier Modulen, die miteinander verschweißt werden.

Insgesamt setzen Arbeiter über 20 Unterrichtsräume und Fachkabinette zusammen. "Damit nichts durcheinandergerät, sind alle Module genau beschriftet", sagt Gebietsvertriebsleiter Ronny Witzorky (49) von der beauftragten Firma ALHO Systembau.

Baukasten-Prinzip.
Baukasten-Prinzip.  © Steffen Füssel

Das Tragwerk ist aus Stahl, die Wände aus Gipskarton. Wegen der nahen Elbe wird das Schulhaus auf Beton-Stelzen errichtet, ist damit flutsicher.

Bis Juli soll alles fertig gebaut und ausgestattet sein. Nach den Sommerferien ziehen schon die Schüler des Gymnasiums Plauen ein, damit deren Stammhaus an der Kantstraße saniert werden kann. Am Ausweich-Standort finden in bestehendem Schulgebäude und Neubau 800 Schüler Platz.

Die Baukosten betragen rund 2,2 Millionen Euro, für Miete und Betriebskosten zahlt die Stadt pro Jahr 900.000 Euro. Laut Witzorky könne das Schulgebäude 50 Jahre genutzt werden.

"Dazu gibt es unterschiedliche Angaben", widerspricht der städtische Projektleiter Tino Flügel (49). Die Stadt will die Schule zehn Jahre nutzen, danach zurückbauen lassen.