Kein Personal: So dramatisch ist die Lage in Sachsens Gefängnissen

Dresden - Sachsens Justiz fehlt es an Personal - deswegen wirbt Minister Sebastian Gemkow (39, CDU) mit einer eigenen Kampagne um Nachwuchs (TAG24 berichtete). Neue Zahlen zeigen nun, wie dramatisch die Lage in den Gefängnissen ist.

Personal für Sachsens Gefängnisse ist rar.
Personal für Sachsens Gefängnisse ist rar.  © dpa/Sebastian Willnow

Denn laut Gemkow wird in den JVA in Bautzen, Dresden, Görlitz, Leipzig mit Krankenhaus, Waldheim, Zeithain und Regis-Breitingen der Soll-Personalschlüssel derzeit nicht erreicht! Das teilte er auf Anfrage von Carsten Hütter (54, AfD) mit. Daneben gebe es unbesetzte Stellen im medizinischen und pädagogischen Dienst.

Auch im vergangenen Jahr wurden die Solldienststärken "regelmäßig unterschritten", räumte Gemkow ein. In Bautzen an 365 Tagen, in Dresden an 360 Tagen! Dem nicht genug: Die durchschnittliche Anzahl der Krankentage beim Knast-Personal stieg sachsenweit von 28,16 (2008) auf 35,58 (2017).

Die Folge sind weniger Aufschlusszeiten - die Häftlinge müssen in ihren Zellen bleiben. Systematisch erfasst werden solche Einschränkungen nicht. Aber in der JVA Zwickau war dies 2017 an 62 Tagen der Fall.

Justizminister Sebastian Gemkow (39, CDU).
Justizminister Sebastian Gemkow (39, CDU).  © dpa/Monika Skolimowska

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