Sportchef will kein Schwimmbadverbot für Flüchtlinge

Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (51, SPD).
Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (51, SPD).

Dresden - Nach dem sexuellen Übergriff im Georg-Arnhold-Bad auf vier minderjährige Mädchen (MOPO24 berichtete) spricht sich Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames gegen ein Schwimmbadverbot für Flüchtlinge aus.

Tausende Menschen lasen am Wochenende die Meldung auf MOPO24: "Vier Mädchen im Schwimmbad missbraucht". Im Verdacht steht ein 19-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan. Er soll die Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren mehrfach unsittlich berührt haben. Die Dresdner Kriminalpolizei ermittelt.

Jetzt äußert sich auch Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (51, SPD).

Lames sagte MDR INFO, auch nach dem Missbrauchsfall im Georg-Arnhold-Bad sei ein Zutritts-Verbot keine Option. Das Personal habe sich in dem Fall richtig verhalten und die Polizei gerufen.

Lames betonte, Straftaten würden nach den Grundsätzen des Rechtsstaates verfolgt. Das gelte für alle Menschen, egal ob Asylbewerber oder nicht. Es sei nicht richtig, alle Leute unter Generalverdacht zu stellen.

In Bornheim (Nordrhein-Westfalens) dürfen männliche Flüchtlinge nach ähnlichen Zwischenfällen nicht mehr ins städtische Hallenbad (MOPO24 berichtete). Die Stadt habe ihnen den Zugang verboten, weil sich immer mehr Besucherinnen und Angestellte über sexuelle Belästigungen durch Männer aus einer nahen Asylbewerberunterkunft beschwert hätten.

Fotos: Holm Helis (1), imago (1)


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