Shopping-Schussel: Das verlieren Dresdner alles beim Einkaufen

Dresden - Vom Ehering bis zum Zahnersatz: Beim Streifzug durch die Geschäfte lassen Dresdner so einiges liegen.

Trubel im Kaufpark in Nickern: Im Eifer des Shopping-Gefechts lässt mancher Kunde selbst Wertvolles liegen.
Trubel im Kaufpark in Nickern: Im Eifer des Shopping-Gefechts lässt mancher Kunde selbst Wertvolles liegen.  © Steffen Füssel

Regelmäßig liefert Silke Jäschke (51) vom Kaufpark Nickern verloren gegangene Gegenstände im Dresdner Fundbüro ab - darunter auch echte Kuriositäten.

Auf Schnäppchen-Jagd vergisst manch einer schon mal alles um sich herum. Und in vielen Fällen dann Wertsachen im Laden. Statt nach einem Geburtstagsgeschenk für Omi wird dann das eigene Handy gesucht.

Im Fundbüro an der Theaterstraße gibt's eine ganze Schublade voll mit kostspieligen Mobiltelefonen. Einige davon stammen aus dem Kaufpark Dresden.

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Alle zwei Monate bringt Silke Jäschke vom Centermanagement eine Kiste mit Fundstücken vorbei. "Brillen und Schlüssel kommen am meisten weg", so Jäschke.

Auch Gebisse oder lose Zahnspangen sind schon verloren gegangen. Ein Kunde habe letztens beim Händewaschen seinen Ehering auf dem Waschtisch, ein anderer erst kürzlich 500 Euro im Geldautomaten liegen lassen.

Das sind schon mal Sexspielzeuge dabei...

Säckeweise Fundsachen: Regelmäßig fährt Silke Jäschke vom Centermanagement die Liegenbleibsel ins offizielle Fundbüro der Stadt.
Säckeweise Fundsachen: Regelmäßig fährt Silke Jäschke vom Centermanagement die Liegenbleibsel ins offizielle Fundbüro der Stadt.  © Christian Juppe

Jäschke bringt nur ins Fundbüro, was mehr als 10 Euro wert ist. Alles andere kommt in einen großen Sack, den sie dann bei der Heilsarmee abgibt.

Auch andere Einkaufs-Center in Dresden liefern regelmäßig Fundsachen an der Theaterstraße ab: Aus der Altmarkt-Galerie landen monatlich im Schnitt 60 Gegenstände im Fundbüro, aus dem IKEA sind's 75.

"Die allermeisten Sachen kommen aber von der DVB", erzählt Fundbüro-Mitarbeiterin Anja Naujoks (35). Innerhalb eines Monats geben die Verkehrsbetriebe bis zu 800 Fundstücke ab - darunter schon mal Sexspielzeuge oder eine Massage-Liege.

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Abgeholt werden allerdings nur 20 bis 25 Prozent der Sachen.

Selbst ganze Koffer finden den Weg in die Sammelstelle des Rathauses.
Selbst ganze Koffer finden den Weg in die Sammelstelle des Rathauses.  © Christian Juppe
Wer hat hier sein Kuh-Skelett vergessen? Auch solche Skurrilitäten wandern ins Fundbüro.
Wer hat hier sein Kuh-Skelett vergessen? Auch solche Skurrilitäten wandern ins Fundbüro.  © Christian Juppe
Schlüsselerlebnis: Bei dieser Ausbeute wundert es, wie manche Kunden zu Hause wieder in die gute Stube kommen...
Schlüsselerlebnis: Bei dieser Ausbeute wundert es, wie manche Kunden zu Hause wieder in die gute Stube kommen...  © Christian Juppe

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