Sie machen Dresdens Bibber-Jobs: Und so trotzen sie der Kälte

Dresden - Die knackige Kälte bleibt uns noch ein paar Tage erhalten. Hoch "Brigida" denkt mitnichten daran, abzuziehen. Montagfrüh etwa herrschten klirrende neun Grad minus! Für alle, die draußen ihren Job machen, heißt das: Warm anziehen! TAG24 hat sich von einigen "Eisheiligen" ihre Tricks verraten lassen.

Die Polizisten Tina (30) und Thomas (40)

Die Polizisten Thomas (40) und Tina (30) waren Montag ab 11 Uhr den ganzen Tag im Einsatz. Für Streifenpolizisten bedeutet das, immer wieder auch längere Zeiten in der Kälte zuzubringen, wie beispielsweise bei Unfallaufnahmen. Die beiden schwören auf Kleidung nach dem Zwiebelprinzip - viele Stoffschichten "von dünn nach dick", rät Tina (30). Und: "Die schusssichere Weste wärmt richtig gut", so ihr Kollege Thomas.

Die beiden Polizisten Tina (30) und Thomas (40) setzen auf das Zwiebelprinzip und die schusssichere Weste.
Die beiden Polizisten Tina (30) und Thomas (40) setzen auf das Zwiebelprinzip und die schusssichere Weste.  © Petra Hornig

Wachmann Roland Schubert (60)

Dicke Socken und gefütterte Hosen helfen zudem. Roland Schubert (60), der vor dem Juweliergeschäft Wempe am Neumarkt seit 15 Jahren Wache schiebt. Er schwört ebenfalls auf das Zwiebelprinzip. Vier Schichten plus Gänsefederjacke trägt er. "Die Füße sind immer das Problem, man muss die Zehen noch bewegen können." Fuß- und Fingerübungen gehören für ihn mit zum Kälte-Programm. Dennoch: "Dieses Wetter ist mir viel lieber als Wind und Regen."

Wachmann Roland Schubert (60) macht Finger- und Fußgymnastik.
Wachmann Roland Schubert (60) macht Finger- und Fußgymnastik.  © Petra Hornig

Alexander Schmidt (36) von der Stadtrundfahrt

Alexander Schmidt (36), der für die Stadtrundfahrt von 9 bis 17 Uhr Tickets verkauft, schwört auf Thermo-Unterwäsche. Das wärmt unter der Wetterjacke mit Fleece-Einsatz. "Zusätzlich helfen Essen und Bewegung", sagt er. Die verschaffte er sich Montag auf den Treppen, neben der Augustusbrücke.

Alexander Schmidt (36) von der Stadtrundfahrt hält sich mit Bewegung warm.
Alexander Schmidt (36) von der Stadtrundfahrt hält sich mit Bewegung warm.  © Petra Hornig

Wagenmeister Uwe Kulitzscher (46)

Einen warmen Empfang bekommen auch bei Minusgraden die Gäste des Hotels Kempinski im Taschenbergpalais. Wagenmeister Uwe Kulitzscher (46) steht im Lodenmantel mit Zylinder bei jedem Wetter vor dem kleinen Wachhäuschen. Unter der Uniform arbeitet auch er mit dem Zwiebelprinzip. "Das Wetter ist perfekt. ich mag es sehr", sagt er. Wenn die Füße doch mal kalt werden, kann er in seinem Wachunterstand eine kleine Fuß-Heizung anmachen.

Wagenmeister Uwe Kulitzscher (46) liebt das eisige Wetter.
Wagenmeister Uwe Kulitzscher (46) liebt das eisige Wetter.  © Petra Hornig

Gerüstbauer Stefan Prillwitz (30) und Marcel Schmidt (43)

Weder Thermohose noch Spezialkleidung brauchen hingegen die Gerüstbauer der Firma Förster aus Schwarzenberg, die gerade das Gerüst am Georgenbau abbauen. "Wir arbeiten körperlich, da bleiben wir warm. Außerdem kommen wir aus dem Erzgebirge", sagt Vorarbeiter Marcel Schmidt (43).

Dort ist es wirklich am kältesten: Minus 28,2 Grad war es in der Nacht zum Montag in Kühnheide. Die Kälte hält noch bis zum Wochenende, auch im Tiefland mit strammen Minusgraden.

Grund: Hoch "Brigida" schickt noch mehr kalte Luft aus dem Osten und "die Sonne bringt noch nicht genug Wärme", so Thomas Hain (50) vom Wetterdienst in Leipzig.

Die Gerüstbauer Stefan Prillwitz (30) und Marcel Schmidt (43) halten sich bei der Arbeit durch dauernde Bewegung warm.
Die Gerüstbauer Stefan Prillwitz (30) und Marcel Schmidt (43) halten sich bei der Arbeit durch dauernde Bewegung warm.  © Petra Hornig

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