Nach "Volksfeind"-Hetzrede: Sieben Anzeigen gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann

Dresden - Neue Ermittlungen gegen den zigfach vorbestraften Pegida-Chef Lutz Bachmann (46): Wegen seiner Rede am Montag hat der Staatsschutz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann (46), hier bei seinem Auftritt am Montag, wird mal wieder ermittelt.
Gegen Pegida-Chef Lutz Bachmann (46), hier bei seinem Auftritt am Montag, wird mal wieder ermittelt.  © Tino Plunert

Die Polizei hat dazu das Video der Rede ausgewertet, zudem gingen sieben Online-Anzeigen wegen Volksverhetzung und Anstiftung zur Straftat ein.

Bachmann hatte unter anderen Vertreter der Linken, Grünen und Gewerkschaften als "Volksfeinde" bezeichnet, die man in einen Graben werfen und zuschütten müsse.

Zudem schwadronierte er von "Volksschädlingen". Wie berichtet, will der frisch gewählte Landtags-Vizepräsident André Wendt (48, AfD) bei seiner Teilnahme von alldem nichts mitbekommen haben.

Auch AfD-Chef Jörg Urban (55) nahm am "Spaziergang" teil, bei dem auch der Dresdner Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Löser (47) bedroht worden war ("Aufhängen!").

Innenpolitikerin Kerstin Köditz (52, Linke), nannte es "bezeichnend", dass Wendt nahtlos dazu übergehe, die Würde des Amtes und des Parlamentes zu beschädigen.

Übrigens: Lutz Bachmann selbst kündigte an, "wegen falscher Verdächtigung" die Anzeigenerstatter anzuzeigen...

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