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Dresdner Sinfoniker sagen Trump den Kampf an

Mit einer ungewöhnlichen Idee beziehen die Dresdner Musiker Stellung gegen Donald Trump

Von Guido Glaner

Dresden - Schöne Musik spielen, Konzerte geben, Tourneen absolvieren, so machen’s die meisten Orchester. Könnten auch die Dresdner Sinfoniker tun. Jedoch will dieses Orchester vom traditionellen Konzertbetrieb nichts wissen.

Mit ihrem neuen Projekt mischen sich die Dresdner Sinfoniker - wieder mal - in die Weltpolitik ein.

Markus Rindt, 1967 in Magdeburg geboren, ist Mitbegründer und Intendant der Dresdner Sinfoniker. Ein Mann von ausgeprägtem Selbstbewusstsein, der sich seine Gegner in den Etagen höchster Staatsmacht sucht.

Vergangenes Jahr war es der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan, den man mit dem Konzertprojekt „Aghet“, das den Völkermord an den Armeniern 1915 thematisiert, provozierte. Diesmal ist der Kontrahent US-Präsident Donald Trump, genauer: dessen Pläne zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko.

Mit Musik (von Posaunen) brachten die Israeliten der biblischen Überlieferung nach die Mauern von Jericho zum Einsturz. Mit Musik (von E-Gitarren, Schlagzeug, Saxofonen usw.) will Rindt eine Mauer zum Einsturz bringen, die es noch gar nicht gibt. „Unser Konzert ist ein Protest gegen den geplanten Mauerbau und auch dagegen, dass Europa beginnt, sich abzuschotten“, so Rindt. „Das Falscheste, was man tun kann“, findet er.





Sinfoniker-Intendant Markus Rindt am Mittwoch auf der Brühlschen Terrasse.
Sinfoniker-Intendant Markus Rindt am Mittwoch auf der Brühlschen Terrasse.

„Tear Down This Wall“: Das martialische Motto des Konzerts wendet ein Zitat des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan gegen den neuen, Donald Trump.

Reagan hatte im Juni 1987 in Berlin Sowjetchef Michail Gorbatschow mit diesen berühmt gewordenen Worten angeherrscht.

3144 Kilometer lang ist die Grenze zwischen den USA und Mexiko. Rindt will seine Sinfoniker eben dort, an der Grenze, am 3. Juni ein Widerstandskonzert spielen lassen.

Nicht irgendwo an der Grenze, sondern am Friendship Park, dem aberwitzig anmutenden Ort zwischen San Diego in Kalifornien und Tijuana in Mexiko. Der Friendship Park ist ein Begegnungsort für durch die Grenze getrennte Familien, 1971 entstanden. Eine Hochsicherheitszone, die mehr als irgendein Ort das Problem der Einwanderung von Mexiko in die USA problematisiert, die oftmals illegal erfolgt.

Durch einen engmaschigen Zaun können sich Angehörige allein mit den Fingerkuppen berühren. Mehr ist nicht drin.

„Wir spielen zur selben Zeit an beiden Seiten der Grenze“, so Rindt. Wer wird spielen? Zuvorderst ein Kern aus Dresdner Sinfonikern, ergänzt durch Musiker aus den USA und Mexiko.

Das Projekt wird mit dem heutigen Tag öffentlich. Wie viele Musiker sich beteiligen werden, sei noch völlig offen, so Rindt. Es sollen möglichst viele sein, denn der öffentliche Aufruf weist über das Konzert am Friendship Park hinaus. „Die Dresdner Sinfoniker rufen alle Menschen auf, die ein Signal gegen Abgrenzung, Fanatismus und Nationalismus setzen wollen, zeitgleich weitere Konzerte, Kunstaktionen oder Performances an der mexikanisch-amerikanischen Mauer zu initiieren“, heißt es da. Ein „riesiges Happening“ soll entstehen.

Die Dresdner Sinfoniker bei einer „Aghet“-Aufführung in Berlin 2015.
Die Dresdner Sinfoniker bei einer „Aghet“-Aufführung in Berlin 2015.

Der Aufruf hat noch ein zweites Ziel: das Geld für den Sinfoniker-Auftritt zusammenzukriegen, rund 15.000 Euro. Mittels Crowdfunding über Kickstarter (www.kickstarter.com) will Rindt die Summe einsammeln.

Markus Rindt ist ein Energiebündel mit Sendungsbewusstsein. Ihn störe die allgemeine Lethargie, sagt er. „Mir fehlen die Leute, die auf die Straße gehen und sagen: Nein, so nicht!“ Mit den Dresdner Sinfonikern will er aufrütteln und möglichst viele Leute animieren, mitzumachen. „Wir glauben, dass man mit Kunst etwas bewirken kann“, sagt er fast beschwörend. „Wo Politik nicht weiterkommt, bauen wir Brücken aus Musik.“

Einwände, die auf Naivität oder Selbstüberschätzung seines Projekts abzielen, lässt er nicht gelten: „Wir wollen am Puls der Zeit sein.“

Dass das Projekt im Vorfeld noch scheitern könnte, da etwa die Genehmigungen der Behörden noch nicht vorliegen, auch daran kein Gedanke. Was wäre, wenn die USA das Konzert verbieten würden? Er rechne nicht damit, sagt Rindt. Doch habe man einen Plan B im Sinn. So würde man ein Verbot öffentlich thematisieren, fragen, wie demokratisch die USA überhaupt noch seien. Spielen wollte man im Fall der Fälle allein auf der anderen Seite der Grenze.

Rindt: „Von mexikanischer Seite aus wird es sicher keine Probleme geben.“

Fotos: Thomas Türpe, PR

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