Skoda Velorace: Ab Samstag herrscht Ausnahmezustand in Dresdens City

Dresden - Dresden dreht im wahrsten Sinne des Wortes am Rad! 2 000 Radler und mehr als 70.000 Zuschauer werden zur 6. Skoda Velorace am Wochenende in der Landeshauptstadt erwartet.

Am Wochenende dreht Dresden am Rad: Die 6. Skoda Velorace startet.
Am Wochenende dreht Dresden am Rad: Die 6. Skoda Velorace startet.

Über 100 Kilometer Rennstrecke auf Stadtkurs. Das erfordert Verkehrsumleitungen und Sperrungen, die alles andere in der City lahmlegen.

Die Schilder, die in den letzten Tagen aufgestellt wurden, kündigten es an: Seit dem heutigen Samstagmorgen um 6 Uhr ist das Terrassenufer dicht. Am Nachmittag starten dort das Kidsrennen und das Rennen für Menschen mit Behinderung.

Am Sonntag fällt der Startschuss für die beiden großen Rennen.

Die Runde ab Terrassenufer über Könneritzstraße, Wiener Straße, Lennéstraße, Stübelallee, Fetscherstraße, Waldschlößchenbrücke und Käthe-Kollwitz-Ufer zurück zum Ausgangspunkt Terrassenufer versetzt die Stadt zwischen 6 und 21 Uhr in einen Ausnahmezustand (siehe Karte unten).

Baken, Schilder und Umleitungen kündigen es an: Die Stadt wird lahmgelegt.
Baken, Schilder und Umleitungen kündigen es an: Die Stadt wird lahmgelegt.  © Eric Münch

Elf Bus- und Bahnlinien sind von Kürzungen und Umleitungen zudem betroffen (Infos gibt es unter www.dvb.de).

"Uns ist klar, dass es extreme Sperrungen geben wird, doch wir haben frühzeitig damit angefangen, darüber zu informieren", so Sprecherin Eva Wagner. "Es ist für Dresden eine tolle Veranstaltung, da muss man mit Einschränkungen leben."

Bei den DVB weiß man: "Es wird Fahrgäste geben, die sich bei uns beschweren", so Sprecher Falk Lösch. "Natürlich würden wir uns wünschen, dass Veranstaltungen wenig Einfluss auf den ÖPNV haben."

Bei der Weißen Flotte ist man in wasserarmer Zeit nicht traurig um die zweitägige Sperrung am Terrassenufer: Das Salonschiff "Gräfin Cosel" wird mit Gastronomie für die Teilnehmer beteiligt sein. "Wir sehen das positiv", so Sprecher Robert Rausch.

2018 sind 15 Veranstaltungen kultureller oder sportlicher Art geplant, die mit Straßensperrungen einhergehen.

Wer zahlt das überhaupt?

Hunderte Verkehrszeichen, Infotafeln, Leitbaken: Dresdens größter Schilderwald

Das Rad, das für dieses Event gedreht wird, ist tatsächlich groß. 380 Verkehrszeichen, 110 Absperrschranken, 60 Infotafeln, 400 Leitbaken, rund 100 Sicherheitskräfte, 70 Polizisten. "40 bis 45 000 Euro kostet die Verkehrssicherung", so Sprecherin Eva Wagner.

Die technischen Sicherungsmaßnahmen und der Einsatz von Ordnern zahlt der Veranstalter, wie die Stadt bestätigt. "Hinsichtlich einer etwaigen Kostenbeteiligung von Veranstaltern bei Mitwirkung von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten liegen dem Straßen- und Tiefbauamt keine Angaben vor", so Anke Hoffmann von der Stadt.

Dass Dresden vielleicht doch noch etwas daran verdienen könnte, wird abgelehnt: "Derartige Veranstaltungen funktionieren nicht als Einnahmequelle für den städtischen Haushalt, da sich erhobene Verwaltungsgebühren in Genehmigungsverfahren in unmaßgeblicher Größenordnung bewegen."

© Karte

Hier haben die Rennradler absolute Vorfahrt: Die große Tourstrecke am Sonntag „umzingelt“ die City regelrecht bis raus nach Blasewitz. Immerhin: Zahlreiche Übergänge machen die Strecke wenigstens für Fußgänger passierbar. Das zentrale Festgelände liegt auf dem Neumarkt (rote Fläche). Mit Sperrungen ist teilweise bis Sonntagabend 18 Uhr zur rechnen, die Vollsperrung im Bereich Terrassenufer (rot) gilt von heute bis Sonntag 21 Uhr.

Titelfoto: Eric Münch, PR


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