25.000 Menschen auf der Flucht: Wirbelsturm Debbie fegt über Australien

Neu

Spurlos verschwunden! Polizei sucht vermissten 17-Jährigen in Elbe

Neu

Kabel1 geht in Dresden auf Schnitzeljagd

Neu

Nach Razzia gegen Rechts in Bautzen: Wie ticken Sachsens Rocker-Clubs?

Neu

Du willst lächeln wie ein Top-Model? Dann schau mal hier!

12.004
Anzeige
2.609

Die nächsten Jahre werden für unsere Bäume ein Riesen-Problem

Bäume am Straßenrand leiden unter Stress, das wirkt sich auf deren Gesundheit aus, viele müssen gefällt werden. Doch was dann?

Von Pia Lucchesi

 
 

Dresden - Zehntausende Bäume an Straßen in den Städten leiden unter Stress. Das Leben zwischen Beton und Autos hat so manche alte Linde, Eiche und Kastanie so krank gemacht, dass man sich große Sorgen um deren Zukunft macht und die Kettensägen bereit hält. 

Doch was kommt danach? Die Stadtgrün-Experten versprechen: Neue, andere Bäume. Dieser Nachwuchs wird weltweit von Fachleuten "gecastet“ und jetzt im Herbst vielerorts bereits gepflanzt. Zwar werden auch viele der bisherigen Stadtbaumarten noch lange stehen.

"Dafür ist vor allem das Anpassungsvermögen von Bäumen, ihre Toleranz und Flexibilität verantwortlich“, erklärt Andreas Roloff (61), Professor am Institut für Forstbotanik und Forstzoologie der TU Dresden in Tharandt. 

 
 

Der Baum-Experte sagt aber auch: Für Ahorn & Co. werden die kommenden Jahre und Jahrzehnte eine Herausforderung.

Stichwort: Klimawandel. "Es besteht zudem die Notwendigkeit, auftretenden Krankheiten und Schädlingen etwas entgegenzusetzen“, ergänzt Steffen Löbel vom Dresdner Amt für Stadtgrün.

Besonders für Straßenbäume spitzt sich die Situation zu. Wer als Baum an einer Haupt- oder Schnellstraße alt werden möchte, muss gute Gene mitbringen, leidensfähig und genügsam sein. 

"Durch die Veränderungen des Klimas werden sich maßgeblich die Zeiten häufen und verlängern, in denen die Bäume Trocken- und Hitzestress ausgesetzt sind. Für einheimische Baumarten ist dies nur noch sehr eingeschränkt zu bewältigen“, erklärt Roloff.

Japanische Zelkoven auf der Dresdner Alemannenstrasse.
Japanische Zelkoven auf der Dresdner Alemannenstrasse.

Landesweit laufen deshalb Straßenbaumtests mit "nichtheimischen Arten“. 

Bis diese Projekte belastbare Ergebnisse liefern, reisen Baumfachleute wie Roloff durch Mitteleuropa, Asien und Nordamerika auf der Suche nach Baumarten.

Die müssen allen Unbilden trotzen und europäischen Maßstäben genügen. Steffen Löbel: "Wir schauen bei neuen Arten nicht nur, wie umwelttolerant sie sind. Wir prüfen auch gesundheitliche Aspekte wie das Allergiepotenzial oder die Verkehrssicherheit des Baumes.“ Auch die Ästhetik des Baums haben die Experten bei ihrer Suche im Blick.

Löbel und sein Team sind seit Jahren bestrebt, die Baum-Vielfalt zu erhöhen. In Dresden säumen gegenwärtig 53 201 Bäume die Verkehrsadern der Stadt. Verteilt übers Stadtgebiet wurden aktuell 129 Baumarten gezählt. Darunter sind neuerdings auch viele bisher nichtheimische Arten.

Steffen Löbel: "Gegenwärtig testen wir in Pflanzungen mehr als ein Dutzend verschiedene Arten. Ungarische Linde, Französischer Ahorn, Gewöhnliche Hopfenbuche und Schnee-Felsenbirnen gehören zum Beispiel dazu.“

Sein Amt schaut den "Neulingen“ im Rahmen eines Monitorings aufmerksam beim Wachsen zu. Löbel optimistisch: "Alle Arten sollten unser Stadtklima gut vertragen und sich hier wohl fühlen.“

Drei „Neue“ als Hoffnungsträger

Französischer Ahorn: Hauptverbreitungsgebiet ist der Mittelmeerraum. Der Baum wird bis zu zehn Meter hoch, hat eine unregelmäßige Krone. Der Ahorn steckt Trockenheit gut weg ohne nachhaltig Schaden zu nehmen.

 
 

Resista-Ulme "Regal“: Die anspruchslose Züchtung begeistert die Fachwelt, denn sie ist weitgehend resistent gegen Ulmenkrankheiten und nicht wählerisch, was ihren Standort betrifft. Der Baum reckt sich säulenförmig bis zu 18 Meter empor.

 
 

Japanische Zelkove: Sie gehört in die Familie der Ulmengewächse, wird bis zu 35 Meter hoch. Der winterharte, dekorative Parkbaum hat einen kurzen Stamm und eine ausladende Krone. Er wird in Mitteleuropa auch als Solitär gepflanzt.

 
 

Was genau ist das Problem? 

Bäume am Straßenrand haben, anders als in der Natur, zu wenig Platz und Erde zum Wurzeln! Dadurch kommen sie schlecht an Nährstoffe und Wasser. Ein heißer Sommer in der City ist für sie der Horror. Sie leiden dann unter Wassermangel, sehnen sich nach Abkühlung. Der Autoverkehr, der den Boden verdichtet und die Luft verschmutzt, macht den grünen Riesen das Leben zusätzlich schwer. Viele Bäume sind irgendwann so schwach, dass sie anfällig für Krankheiten werden, sich gegen Pilze oder Schädlinge nicht mehr gut wehren können.

 
 

Patchwork-Familie am Straßenrand 

Die meisten Alleen - auch in Sachsen - bestehen aus nur einer Baumart. Das könnte sich ändern, glauben zumindest manche Experten. Andreas Roloff beispielsweise ist überzeugt: "Die Alleen der Zukunft flankieren nicht mehr ausschließlich Vertreter einer Baumart.“ Also "Patchwork“ statt Monokultur? Was Schädlingsbefall oder Krankheiten angeht, würde das Sinn machen. Roloff: "Das Risiko eines Totalverlusts wird damit deutlich geringer. Natürlich muss man Arten wählen, die zusammenpassen.“

 
 

Steffen Löbel vom Dresdner Stadtgrünamt glaubt dagegen nicht, dass dieser Bruch der Tradition gesellschaftlich akzeptiert wird. Er geht daher einen anderen Weg: "Wir mischen ähnliche Arten und Sorten bei unseren Neu- und Ersatzanpflanzungen.“ Beispiel Linde: Von ihr gibt es acht Arten mit insgesamt 12 Sorten. Beim Ahorn kennt man zehn Arten und 23 Sorten. Löbel: "Durch die Auswahl von geeigneten Sorten ist es möglich, den Gesamteindruck einer Allee zu erhalten und den Baumbestand an zukünftige klimatische Gegebenheiten anzupassen.“

 
 

Dresdens Bäume sind noch relativ gesund 

Laut Steffen Löbel vom Dresdner Stadtgrünamt haben knapp 87 Prozent der Bäume keine oder nur leichte Schäden. Elf Prozent weisen mittlere und zwei Prozent starke Schäden auf. 0,09 Prozent der Bäume seien abgestorben. Löbel: "Wir besitzen insgesamt einen sehr vitalen Baumbestand.“ Knapp 20.000 Jungbäume gehören dazu. Sie kamen vor weniger als 15 Jahren in die Erde. 

 
 

Fotos: Holm Helis, Norbert Neumann, dpa/Oliver Killig

75.000 Euro weg! Transporter mit Spezialdrohnen geklaut

Neu

Dieser Sanitäter fährt mit dem Mustang zum Einsatz

Neu

Höxter-Prozess: Wilfried W. will weiter aussagen

Neu

Champions League ist kein Muss für RB Leipzig-Trainer Hasenhüttl

4

Das Team von Tag24 sucht genau Dich!

17.801
Anzeige

Teenager gibt Mädchen Drogen und verhindert dann den Notruf

4.495

Im Auto eingesperrte Katze ruft die Polizei

2.907

So kriegst Du im Krankenhaus ein exklusives Einzelzimmer

9.821
Anzeige

Tödlicher Unfall: 80-Jährige Autofahrerin überfährt 94-jährigen Mann

5.728

Großbrand in Schloss! Bewohner schwebt in Lebensgefahr

4.803

Mutter droht Knast! Nathalie Volk macht Gericht zum Laufsteg

3.725

Darauf achtet garantiert jeder beim ersten Flirt!

15.140
Anzeige

Sex dank Tinder? Das wollen die User wirklich

3.451

Leichenteile im Kanal entdeckt! Handelt es sich um den vermissten Steuermann?

4.809

Facebook-Hickhack: Macht Hanka wirklich Schluss?

3.735

Mega-Shitstorm! Geissens schocken mit Beerdigungs-Aktion

4.804

So wird die beliebte Ikea-Tüte bald nicht mehr aussehen

7.999

Weil er beim Zocken verlor! Stiefvater stößt Zweijährige gegen Tür - tot!

8.859

Fler meldet sich krank! Prozess um 33.000 Euro verschoben

1.502

Vermisster Mann im Dschungel: Affen retteten ihm das Leben

5.714

Selbstjustiz führt zu Haftstrafe: Supermarkt-Chef prügelt Ladendieb tot!

2.444

Gruselfund! Wanderer entdeckt Skelett im Wald

4.588

Malle-Jens hatte vorm Antrag Bammel

1.848

Warum sind wir bloß alle so müde?

3.613

Hacker laden Kinderpornos auf tschechischen Präsidenten-Computer

1.022

LKA-Warnung im Fall Amri: Innenminister Jäger wehrt sich gegen Vorwürfe

906

Millionen-Raubzug! Diebe stehlen kostbare 100-Kilo-Münze aus Berliner Museum

2.932

Schülerin fällt in Mathe durch, so liebevoll reagiert ihre Mutter

3.450

Casino-Spieler rastet beim Roulette komplett aus

2.539

Auf dem Weg zur U-Bahn: Frau geschlagen und an den Haaren gezogen

641

Youtuber sorgt für Tumulte und wird festgenommen

2.728

Mann ermordet, Komplize des Täters auf der Flucht

4.035

So verspottet das Netz Martin Schulz nach der Saarland-Schlappe

3.599

Ermittlungen eingestellt: Polizei geht bei totem HSV-Manager von Unfall aus

3.084

So lustig verarscht die BVG einen AfD-Politiker

6.044

Bombendrohung per SMS: Autozulieferer lahmgelegt

1.299

Mann beim Sterben fotografiert: Gaffer wohl nur mit geringer Strafe

6.118

Sind hier Hand und Füße Gottes zu sehen?

4.554

Miete nicht gezahlt: Streit endet tödlich

1.434

Fail in der Türkei: Statt Gebetsruf schallen Pornogeräusche durch die Stadt

10.419

Mord in Silvesternacht: Mann soll Ehefrau im Streit erwürgt haben

1.795

Brandanschlag auf Polizei: Sechs Transporter in Flammen

4.366

Studie belegt: Muslime engagieren sich besonders oft für Flüchtlinge

929

Porsche kracht beim Überholen in Gegenverkehr: Zwei Tote

5.643

Neunjähriger mit Bobby-Car von Auto erfasst: Fahrer flüchtet

949

Airline sperrt Mädchen aus, weil sie Leggings anhaben

5.904

Streik bei Coca Cola in Halle

641

Wehen ohne Ende: Bald-Mama Isabell Horn erwartet ihr erstes Baby

6.180

Mysteriös! Gymnasium nach Drohbrief von Schülern geschlossen

3.506

Nach Suiziden: Keine Versäumnisse bei Gefängnissen?

189

Pia rockt im "The Voice Kids"-Finale und muss sich trotzdem geschlagen geben

855

Toten Hosen starten Wohnzimmer-Tour in Sachsen

6.210

Kurios: Student will auf Balkon steigen und merkt zu spät, dass er keinen hat

5.316

Mann will Bergsteiger helfen: Beide stürzen in den Tod

4.232