So will das Rathaus ein Diesel-Fahrverbot verhindern

Ein Blitzer wie hier an der Waldschlösschenbrücke soll auch an der Bergstraße aufgebaut werden.
Ein Blitzer wie hier an der Waldschlösschenbrücke soll auch an der Bergstraße aufgebaut werden.  © Steffen Füssel

Dresden - Dresden drohen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Klage angedroht. Um die abzuwenden, will die Verwaltung mit einem Luftreinhalteplan gegensteuern. Die zentralen Punkte: Mehr Blitzer, mehr Tempolimits, höhere Parkgebühren sowie engere Straßen.

Aktuell sind in Dresden knapp 5000 Menschen von zu hohen Schadstoffwerten betroffen. Das sind deutlich weniger als 2009 (30.000 Bürger), aber immer noch zu viele, um Klagen gelassen entgegen sehen zu können.

Das Ziel der Verwaltung: bis 2020 sollen stadtweit maximal 100 Bürger dauerhaft mit zu hohen Werten konfrontiert werden. Der Weg dorthin wird vor allem Autofahrern weh tun.

So soll Parken generell teurer werden. Rund um den Schillerplatz soll zudem der teure Innenstadt-Tarif gelten. Weitere kostenlose Parkflächen fallen weg.

Ist für viele Maßnahmen im Luftreinhalteplan fachlich zuständig: Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (52, Grüne).
Ist für viele Maßnahmen im Luftreinhalteplan fachlich zuständig: Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (52, Grüne).  © Norbert Neumann

An der Bergstraße auf Uni-Höhe soll ein stationärer Blitzer eingerichtet werden. Grund: Dort blasen Raser bergauf besonders viele Schadstoffe in die Luft.

Die Stadt unternimmt zudem einen neuen Anlauf, im Verkehrsministerium Tempo 100 auf den Dresdner Autobahnen durchzusetzen.

Allein durch diese Maßnahme würden die stadtweiten Verkehrsemissionenum sieben Prozent sinken.

Weiter geplant: Das Blaue Wunder könnte dauerhaft eine Fahrspur verlieren und so Platz für Radler machen. Auf der Bautzner Straße soll Tempo-30 angeordnet werden.

Generell gilt das Ziel der Verkehrsplaner: "Verstetigung des Verkehrsflusses bei geringerer Geschwindigkeit."

5000 Dresdner leiden unter zu hohen Abgaswerten.
5000 Dresdner leiden unter zu hohen Abgaswerten.  © dpa/Jan Woitas
Entlang von Könneritz- und Ammonstraße werden hohe Schadstoffwerte gemessen. Die Stadt will den Verkehrsfluss verbessern.
Entlang von Könneritz- und Ammonstraße werden hohe Schadstoffwerte gemessen. Die Stadt will den Verkehrsfluss verbessern.  © Norbert Neumann

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