Krass! Astronomisch wird der Februar besonders

Der aufgehende Mond ist am 05.09.2017 neben der vergoldeten Figur des Posaunenengels Fama auf dem Dach der Kunstakademie in Dresden zu sehen.
Der aufgehende Mond ist am 05.09.2017 neben der vergoldeten Figur des Posaunenengels Fama auf dem Dach der Kunstakademie in Dresden zu sehen.  © Monika Skolimowska/dpa

Dresden - Der Februar beginnt mit einer astronomischen Besonderheit: Es gibt keinen Vollmond. Der Grund: Der Februar hat - außer in Schaltjahren - 28 Tage.

Eine volle Lunation, also die Zeitspanne von etwa Vollmond zu Vollmond, dauert aber 29 und einen halben Tag. Da es am 31. Januar mittags einen Vollmond gibt, folgt der nächste in der Nacht vom 1. zum 2. März. Der Februar geht somit leer aus.

Im Januar gab es dafür gleich zwei Vollmondtermine (TAG24 berichtete). Und auch im März wird sich unser Nachbar im All zweimal voll beleuchtet zeigen. Zuletzt blieb der Februar 1999 ohne Vollmond, das nächste Mal 2037.

In diesem Jahr tritt am 15. Februar um 22.05 Uhr die Neumondphase ein. Dabei bedeckt der dunkle Neumond die Sonne, es kommt zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Zu sehen ist sie leider nur in der Antarktis, im südlichen Eismeer und von der Südspitze Südamerikas.

Wenn ihr den Mondianern zuwinken wollt: Am 11. Februar ist der Mond mit 405.700 Kilometer am weitesten von der Erde entfernt. Am 27. hält er sich mit 363.930 Kilometern Distanz in Erdnähe auf.

Mitte Februar beginnt die Venus ihre Zeit als Abendstern

Der Planet Venus ist am 13.09.2017 in South Portland (USA) oben in der Mitte des Bildes zu sehen. Der Planet Mars geht links unter Venus auf. Im Hintergrund beginnt der Sonnenaufgang über dem Willard Beach.
Der Planet Venus ist am 13.09.2017 in South Portland (USA) oben in der Mitte des Bildes zu sehen. Der Planet Mars geht links unter Venus auf. Im Hintergrund beginnt der Sonnenaufgang über dem Willard Beach.  © Robert F. Bukaty/AP/dpa

Jetzt wird es sinnlich: Mitte Februar erscheint Venus auf der abendlichen Himmelsbühne. Anfang des Jahres hat sie die Seiten gewechselt und beginnt nun ihre Zeit als Abendstern.

Die Venus ist zwar nach der Sonne und dem Mond das hellste Gestirn am Firmament. Doch vorläufig ist sie noch nicht all zu auffällig. Unter günstigen Bedingungen und bei freier Sicht zum Westhimmel, ist sie in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont als heller Lichtpunkt zu erkennen.

Erst im September ist sie als relativ große, schlanke Sichel im Teleskop sichtbar. Dann strahlt sie mit maximaler Helligkeit.

Die Wintersternbilder sind nun gegen 22 Uhr schon deutlich gen Westen gerückt. Als Leitsternbild des Frühlingshimmels kündigt der Löwe die nächste Jahreszeit an.

Hellster Planet ist Jupiter. Er beherrscht die zweite Nachthälfte. Anfang Februar ist er am südlichen Horizont ab etwa 2.15 Uhr sichtbar. Am Monatsende geht er bereits rund 40 Minuten nach Mitternacht auf.

Die Sonne wandert entlang des aufsteigenden Teils ihrer Jahresbahn. Sie nähert sich dem Himmelsäquator, den sie im März zum Frühlingsbeginn erreicht.

Am 18. wechselt sie aus dem Sternbild Wassermann in das Tierkreiszeichen Fische. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt dann um neun Grad zu, die Tageslänge wächst um eineinhalb Stunden.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa


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