SPD-Parteitag: Heute entscheidet sich, ob Ex-CDU-Mann Richter auf die Liste darf

Dresden - Die Sachsen-SPD stellt Samstag eine Weiche zur Landtagswahl. Auf einem Sonderparteitag in Dresden soll Nichtmitgliedern der Weg für eine Kandidatur geebnet werden - durch Satzungsänderung.

Landeschef Martin Dulig (44, r.) präsentiert im November 2018 Frank Richter (58).
Landeschef Martin Dulig (44, r.) präsentiert im November 2018 Frank Richter (58).  © Petra Hornig

Konkreter Anlass: Der Ex-CDUler Frank Richter (58) soll den Sozialdemokraten als prominenter Stimmfänger dienen. Weil er aber noch mit einer Mitgliedschaft wartet, muss er parteilos ins Rennen, was bislang nicht möglich ist, wie die Genossen im Dezember feststellten.

Kurz zuvor war Richter als Kandidat für Meißen und Umgebung präsentiert worden. Klappt die Satzungsänderung, entscheidet am 2. Februar ein Parteitag über die Kandidatenliste und Richters Platzierung.

Die Personalie ist nicht ohne Widerspruch. Irena Rudolph-Kokot (45, Leipzig) zum Beispiel hat "Bauchschmerzen" - mit fehlenden sozialdemokratischen Inhalten und Richters früherer Rolle als Direktor der Landeszentrale für politische Bildung.

"Da hat er PEGIDA eingeladen", kritisiert sie, ist aber für Argumente offen. Harald Baumann-Hasske (61, Dresden) bemängelt, wie er Richter vorgesetzt bekam, findet ihn sonst aber passend.

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