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So viel spenden Dresdner für die Zeltstadt

Dresden - Mit einer Welle der Hilfsbereitschaft solidarisierten sich am Sonntag Hunderte Dresdner mit den Flüchtlingen im Zeltlager an der Bremer Straße.
Dutzende Säcke voller Sachspenden erreichten die ehrenamtlichen Helfer mittlerweile.
Dutzende Säcke voller Sachspenden erreichten die ehrenamtlichen Helfer mittlerweile.

Vin Andrzej Rydzik

Dresden - Mit einer Welle der Hilfsbereitschaft solidarisierten sich gestern hunderte Dresdner mit den Flüchtlingen im Zeltlager an der Bremer Straße. Fast im Minutentakt erreichten die ehrenamtlichen Helfer Spielzeug, Kleidung, Schuhe sowie viele weitere Sachspenden.

Während sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) um die humanitäre Hilfe für die nun gut 780 Flüchtlinge im Zeltlager kümmert, koordiniert das Netzwerk „Dresden für alle“ die enorme Spendenflut.

„Das klare Signal zeigt, Dresden hat mehr zu bieten als Vorurteile und Ressentiments“, so Netzwerk-Sprecher Eric Hattke (23).

Staatssekretär Michael Wilhelm, DRK-Chef Rüdiger Unger und Integrationsministerin Petra Köpping begutachten eines der Zelte.
Staatssekretär Michael Wilhelm, DRK-Chef Rüdiger Unger und Integrationsministerin Petra Köpping begutachten eines der Zelte.

„Rund 500 Leute kamen mit Sachspenden im DRK-Zentrum vorbei. Wir mussten viele weitere bitten, unter anderem eine Spielzeugladen-Chefin, die Sachen vorerst zu behalten.“

Menschen, wie Justus Köchel, blieben nicht untätig. „Vor allem die Flüchtlinge aus dem geschundenen Syrien können unsere Hilfe gebrauchen.

Das, was Freitag hier passiert ist, erinnert schwer an längst vergangene schlimme Zeiten und spiegelt Dresden auch nicht wieder“, so der 30-Jährige.

Am Nachmittag schaute Integrationsministerin Petra Köpping (57, SPD) und Michael Wilhelm (60), Staatssekretär im Innenministerium, im Lager vorbei.

Auch Johannes Aßmann (34) brachte Spenden beim Netzwerk „Dresden für alle“ vorbei. Seine Kinder hatten ihr Spielzeug aussortiert.
Auch Johannes Aßmann (34) brachte Spenden beim Netzwerk „Dresden für alle“ vorbei. Seine Kinder hatten ihr Spielzeug aussortiert.

„So viele Spenden und ehrenamtliche Helfer sind überwältigend, zeigt, dass es nur einen ganz kleinen Teil Störer gibt“, so Wilhelm.

Etwa 340 Plätze seien im Lager, das faktisch eine Erstaufnahmeeinrichtung ist, noch frei. In dieser Woche sollen die ersten Bewohner auf Heime in den Landkreisen verteilt werden.

Dabei werden dringend weitere Unterkünfte gesucht. Die Ministerin appelliert: „Leute, die freien Wohnraum haben, bitte ich, sich zu melden. Wir sind dabei, geeignete Wohnräume für die Flüchtlinge zu suchen.“

Am Sonntagabend baute der THW im Dresdner Camp noch ein Zelt für medizinische Untersuchungen auf.

Das Depot mit den Hilfsgütern platzte gestern aus allen Nähten. Nancy (27), Helferin des Netzwerks „Dresden für alle“, hatte gut zu tun, die vielen Sachspenden zu sortieren.
Das Depot mit den Hilfsgütern platzte gestern aus allen Nähten. Nancy (27), Helferin des Netzwerks „Dresden für alle“, hatte gut zu tun, die vielen Sachspenden zu sortieren.
So sehen die Zelte aus, wenn die Asylbewerber ankommen. Jeder bekommt eine Erstausstattung mit Decken und Hygieneartikeln.
So sehen die Zelte aus, wenn die Asylbewerber ankommen. Jeder bekommt eine Erstausstattung mit Decken und Hygieneartikeln.
Freiwillige Helfer im Zeltlager trugen am Sonntag aus reiner Vorsicht Mundschutz und Einweghandschuhe. Der zeitweilige Verdacht eines Tuberkulosefalles bestätigte sich nicht.
Freiwillige Helfer im Zeltlager trugen am Sonntag aus reiner Vorsicht Mundschutz und Einweghandschuhe. Der zeitweilige Verdacht eines Tuberkulosefalles bestätigte sich nicht.

Und so könnt Ihr helfen

Justus Köchel (30) brachte drei Tüten mit Kleidung und Spielzeug für die Flüchtlinge im DRK-Zentrum in der Bremer Straße vorbei.
Justus Köchel (30) brachte drei Tüten mit Kleidung und Spielzeug für die Flüchtlinge im DRK-Zentrum in der Bremer Straße vorbei.

Das Netzwerk „Dresden für alle“ hat im Auftrag des Roten Kreuzes die Organisation von Freiwilligen und Spenden übernommen.

Es informiert via Facebook permanent über den genauen Bedarf an Spenden. Benötigt werden derzeit vor allem Hygieneartikel aller Art sowie Koffer oder Taschen, da viele Flüchtlinge für ihre wenigen Habseligkeiten nur Plastiktüten besitzen.

Auch finanzielle Unterstützung braucht das Netzwerk. Sprecher Eric Hattke (23): „Wir mussten kurzfristig Babymilch oder Unterwäsche einkaufen. Solche Dinge können wir nur neu weiterreichen.“

Spendenkonto: Dresden für alle e.V., Bank: Ostsächsische Sparkasse, IBAN: DE 8785 0503 0002 2109 3257, BIC: OS DDD E81, Spendenzweck: Flüchtlingshilfe.

Wer persönlich helfen will: Gesucht werden Übersetzer für Arabisch, Türkisch, Farsi, Urdu, Hindi, Tigrinya, Albanisch, Serbisch und Russisch.

Kontakt via FacebookDresden für alleoder direkt vor Ort beim Roten Kreuz, Bremer Straße 10 D.

Dresden ist menschlich

Ein Kommentar von Gerhard Jakob

Die Szenen vom Freitagabend haben Dresden (mal wieder) von seiner hässlichen Seite gezeigt: Hasserfüllte Schreie der NPD-Demonstranten vor dem Asylzeltlager, Angriffe und Pöbeleien gegen Helfer, Steinwürfe auf Menschen, die die Flüchtlinge willkommen heißen wollten.

Die Bilanz: Mindestens drei Verletzte. Und Sonntagabend dann der Angriff auf das Asylbewerberheim in Stetzsch.

Aggressionen gegen Flüchtlinge - typisch Dresden, dürften viele inzwischen fast schon achselzuckend sagen, PEGIDA, Freital, Meißen - na klar. Dabei brüllen sich die Hetzer nur in den Vordergrund. Nur zu schnell werden dabei die vielen, sehr vielen Dresdner übersehen, die mitfühlend, hilfsbereit, großherzig sind.

Mit einem Wort: menschlich.

Der Strom derjenigen, die Sonntag den Menschen in der Zeltstadt helfen wollten, wollte jedenfalls nicht abreißen. Kurzfristig mussten die Organisatoren sogar bitten, von weiteren Gaben abzusehen und sich auf das Nötigste zu konzentrieren.

Ja, auch das ist Dresden. Nur werden es die vielen stillen Helfer kaum in die Schlagzeilen der überregionalen Medien schaffen.

Ich jedenfalls bin stolz auf all die Dresdner, die sich von Demagogie und Hetze nicht beirren lassen. Danke!

Fotos: Ove Landgraf, Christian Essler

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