Wird dieser Dresdner Spielplatz nach fast 130 Jahren dicht gemacht?

Als Mitarbeiterin des Betreibervereins kämpft Nicole Hohnen (45) um den 
Waldspielplatz.
Als Mitarbeiterin des Betreibervereins kämpft Nicole Hohnen (45) um den Waldspielplatz.  © Holm Helis

Dresden - Der Waldspielplatz am Albertpark ist eine Dresdner Institution. Seit 1893 dient das Gelände als Abenteuerspielplatz. Aber zum 1. September soll Schluss sein.

Denn der Jugendhilfeausschuss im Stadtrat hat den jährlichen Zuschuss von 130.000 Euro gestrichen. 4252 Dresdner wollen das nicht hinnehmen, haben eine Petition für den Erhalt des besonderen Spielplatzes unterzeichnet. Diese übergaben Mitarbeiter des Betreibervereins Donnerstag an Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

"Seit 2004 hält uns das Jugendamt hin", ärgert sich Mitarbeiterin Nicole Hohnen (44) vom Verein JugendSozialwerk Nordhausen. "Wir wollten eine Dauerhafte Lösung und Planungssicherheit", sagt Frau Hohnen.

Die gelernte Tischlerin und Erlebnispädagogin kümmert sich mit zwei weiteren Mitarbeitern fast täglich um die Kinder. Bauen die Spielgeräte, bieten Heidefahrten, Budebauen, Feuermachen, Bogenschießen oder Baumklettern an.

Aus dem Rathaus heißt es: Das Jugendamt wollte den jährlichen Zuschuss an den Verein nicht mehr alleine stemmen.

Eine Einigung zur gemeinsamen Finanzierung durch das Grünflächenamt, dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten und dem Schulverwaltungsamt der Stadt kam nicht zustande. Ob da schon das letzte Wort gesprochen ist?

Der Waldspielplatz an der Fischhausstraße ist bei Jugendlichen und Kindern wie 
Benni (4) beliebt.
Der Waldspielplatz an der Fischhausstraße ist bei Jugendlichen und Kindern wie Benni (4) beliebt.  © Holm Helis

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