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Dieser Staatsanwalt kämpft gegen die Suff-Piloten

Alkohol im Straßenverkehr kostet jedes Jahr 250 Menschen das Leben

Jens Härtel ist Oberstaatsanwalt in Dresden und Vorsitzender des BADS in Sachsen. Seine Herzensangelegenheit: den Straßenverkehr sicherer zu machen.

Von Juliane Weigt

Dresden - Bei der Weihnachtsfeier mal ein, zwei Weinchen getrunken und trotzdem danach ins Auto gestiegen. Nur ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit kann ein Menschenleben kosten.

Jens Hertel (55) ist Oberstaatsanwalt in Dresden und engagiert sich ehrenamtlich gegen Alkohol am Steuer.
Jens Hertel (55) ist Oberstaatsanwalt in Dresden und engagiert sich ehrenamtlich gegen Alkohol am Steuer.

Diese Erkenntnis kommt bei den meisten erst viel zu spät. Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) möchte vor allem jungen Fahranfängern klar machen, wie Alkohol wirkt und welche verheerenden Folgen er hinterm Steuer haben kann. Jeder Getötete ist schließlich einer zu viel.

Der Vorsitzende des BADS in Sachsen ist ein absoluter Mann vom Fach. Jens Hertel (55) ist Oberstaatsanwalt in Dresden mit dem Schwerpunkt Verkehrssicherheit. Wer, wenn nicht er, weiß um das Leid der Opfer und die Schuld der Täter? Für den Juristen ist es eine Herzensangelegenheit, den Straßenverkehr sicherer zu machen.

Der BADS bietet bundesweit kostenlose Präventions-Angebote für Schüler, inklusive Fahrsimulator, Parcours und Rauschbrillen. "Die zeigen erst einmal, wie beeinträchtigt man im Rausch wirklich ist", sagt Hertel. Der Verein hat besonders junge Autofahrer im Blick. "Wir wollen ihnen früh genug die Gefahren aufzeigen."

Dass Alkohol und Autofahren eine tödliche Mischung sein kann, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dennoch berichtet die Polizei beinahe wöchentlich von Autofahrern, die Unschuldige im Suff in den Tod reißen.

So fährt's sich also betrunken: Im Fahrsimulator des BADS erfahren Schüler, wie schnell Alkohol aus dem Konzept bringt.
So fährt's sich also betrunken: Im Fahrsimulator des BADS erfahren Schüler, wie schnell Alkohol aus dem Konzept bringt.

Da war zum Beispiel David K. (32), der im Februar in Dresden ohne Führerschein einen Rollerfahrer (†45) tot fuhr. Mit 1,5 Promille im Blut hatte er seinen Wagen nicht mehr im Griff, schleifte den Rollerfahrer 1,8 Kilometer mit.

Vor wenigen Tagen traf es den Chef des Dresdner Schulverwaltungsamtes Falk Schmidtgen (†54), der auf dem Heimweg von einem betrunkenen Transporterfahrer umgefahren wurde. Eine Reihe tragischer Ereignisse, die sich immer so weiterführen lässt.

"In den vergangenen zwei Jahren sind Unfälle, bei denen Alkohol eine Rolle spielte, wieder in die Höhe gegangen", weiß der Oberstaatsanwalt. Laut Statistischem Landesamt gab es in diesem Jahr 254 Unfälle mit Personenschaden, bei denen Alk im Spiel war. Vergangenes Jahr waren es 218. Auf deutschen Straßen lassen jährlich 250 Menschen ihr Leben.

Was dem Staatsanwalt nicht in den Kopf gehen möchte, ist die Verharmlosung von so genannten weichen Drogen. Dabei ist der 55-Jährige keiner, der einen edlen Tropfen verschmäht. "Ich verteufel den Alkohol nicht", so der Jurist. "Ich bin sogar ein ausgesprochener Weinliebhaber. Aber eben nur zum Genuss."

Jens Hertel ist darüber hinaus auch passionierter Motorradfahrer, der weiß, wie brenzlig es auf der Straße werden kann.

Er war mit dem Rad unterwegs: Dresdens Amtsleiter Falk Schmidtgen (†54) verstarb noch am Unfallort.
Er war mit dem Rad unterwegs: Dresdens Amtsleiter Falk Schmidtgen (†54) verstarb noch am Unfallort.

Bei der Präventionsarbeit des BADS geht es nicht nur um die Suff-Piloten. Denn bekanntermaßen kann man sich mit anderen Mittelchen in einen Rausch versetzen und damit sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

"Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wieso Cannabis freigegeben ist", sagt Hertel. "Ob medizinisch verordnet oder illegal gekifft - es ist und bleibt eine Droge."

Mal ein Bierchen zischen und dann ab nach Hause mit dem Auto. Ist doch nicht so schlimm. Oder? Viele hören da auf ihr Bauchgefühl. Aber was gilt eigentlich vor dem Gesetz? Betrunken Autofahren ist kein Kavaliersdelikt, sondern gehört bestraft. Bei Autofahrern gilt: 1,1 Promille oder mehr sind immer eine Straftat. Beifahrer, die wissentlich zu einem Betrunkenen ins Auto steigen, machen sich übrigens nicht strafbar.

"Berücksichtigt wird die Fahrlässigkeit der Straftat. Wenn der Beschuldigte beispielsweise noch nie straffällig war, sind Bewährungsstrafen möglich", so Hertel. "Das ist für die Opfer oft nicht nachvollziehbar. Auch wenn die Strafe noch höher wäre - das Leben bringt sie letztendlich nicht zurück."

Scheinen Bewährungsstrafen für Suff-Fahrten nicht etwas zu milde? "Für diese Delikte haben sich Strafrahmen eingepegelt, die ausreichend sind", findet der Oberstaatsanwalt.

In Deutschland gilt seit 20 Jahren die 0,5-Promille-Grenze. In unserem Nachbarland Tschechien beispielsweise herrscht hingegen absolutes Trinkverbot für Autofahrer. "Um noch mehr Unfallopfer zu vermeiden, gehört eben nicht nur das Tempolimit auf Autobahnen, sondern eben auch die 0,0-Promille-Grenze - nicht nur für Fahranfänger", findet Jens Hertel.

Dabei könnte alles so einfach sein: Don't drink and drive - Wer fährt, trinkt nicht.

Der Fiat-Fahrer war mit 1,6 Promille unterwegs.
Der Fiat-Fahrer war mit 1,6 Promille unterwegs.
Der 43-Jährige wurde lebensbedrohlich verletzt und starb einen Tag später.
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Ein Anblick des Grauens: Ein Betrunkener erwischte im Februar einen Rollerfahrer.
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Wer trinkt, sollte die Hände vom Steuer lassen.
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Was nehmen betrunkene Autofahrer wirklich noch wahr?
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Wer trinkt, sollte nicht mehr fahren.
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Fotos: Klaus Jedlicka, Tino Plunert, xcitepress, Imago, 123RF

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