Komplex steht leer: Was wird aus der alten Operette in Leuben?

Dresden - Wie doch die Zeit vergeht: Im Dezember ist es bereits drei Jahre her, dass das Ensemble der Staatsoperette im Kraftwerk Mitte den Spielbetrieb aufgenommen hat. Und genauso lange steht seine alte Wirkungsstätte in Leuben leer.

Steht seit drei Jahren leer: die ehemalige Spielstätte der Staatsoperette in Leuben.
Steht seit drei Jahren leer: die ehemalige Spielstätte der Staatsoperette in Leuben.  © Thomas Türpe

Seitdem ist offen, wie es mit dem Gebäude weitergeht. Zwar ist ein Abriss seit einem Beschluss des Stadtrats Anfang des Jahres erst einmal vom Tisch.

Wie das ehemalige Theater aber künftig genutzt werden soll, ist weiter unklar.

Dabei sollte die Stadtverwaltung eigentlich bis Ende Mai eine Konzeptausschreibung für das Grundstück erarbeiten, mit der nach einem Investor gesucht werden kann.

Diese Frist ist mittlerweile seit über einem Vierteljahr verstrichen. Einen genauen Termin, wann die Ausschreibung dem Stadtrat vorgelegt werden kann, gibt es aber immer noch nicht.

"Wir prüfen gerade, welche Art der Nachnutzung für das Grundstück der Staatsoperette planungsrechtlich zulässig und wirtschaftlich erfolgversprechend ist", teilt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) lediglich mit. Ziel sei es, so rasch wie möglich einen tragfähigen Vorschlag zu erarbeiten.

Stadträtin Heike Ahnert (38, CDU), die sich bereits seit drei Jahren mit dem Projekt beschäftigt, hat für die Verzögerung kein Verständnis. "Das ist einer der vielen Punkte, bei denen ich mich wundere, wie lange die Stadtverwaltung braucht, um Aufträge des Stadtrats zu erfüllen." Grundsätzlich sei sie aber glücklich, dass das Projekt überhaupt auf den Weg gebracht werde.

Die Verzögerung ist aber nicht nur ärgerlich, sie kostet die Stadt auch bares Geld. Der Unterhalt des Gesamtgrundstücks schlägt pro Jahr nämlich mit rund 24 000 Euro zu Buche.

Der Saal ist inzwischen Geschichte, gespielt wird jetzt am Wettiner Platz.
Der Saal ist inzwischen Geschichte, gespielt wird jetzt am Wettiner Platz.  © Eric Münch
In der Tischlerei arbeitet heute niemand mehr, hier wurde schon vor Jahren ausgeräumt.
In der Tischlerei arbeitet heute niemand mehr, hier wurde schon vor Jahren ausgeräumt.  © Eric Münch
Stadträtin Heike Ahnert (38, CDU) wartet auf die Ausschreibung.
Stadträtin Heike Ahnert (38, CDU) wartet auf die Ausschreibung.  © Steffen Füssel
Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) lässt eine Nachnutzung prüfen.
Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) lässt eine Nachnutzung prüfen.  © Holm Helis

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