Im Stadtrat beschlossen: Mehr Schüler bekommen ihr Bahnticket bezahlt

Dresden - Gute Nachrichten für alle Dresdner Eltern: Wesentlich mehr Schüler werden zukünftig ihr DVB-Ticket bezahlt bekommen. Die Mindestentfernungen zwischen Schule und Wohnung für eine Erstattung werden deutlich reduziert.

Bald fahren mehr Schüler gratis.
Bald fahren mehr Schüler gratis.  © Holm Röhner

Bislang bekamen Gymnasiasten (Sekundarstufe II) erst ab 35 Kilometer ein Ticket erstattet. Ab Klasse 5 gilt ab sofort eine Entfernung von 3,5 Kilometern, ab denen die Beförderungskosten ersetzt werden. Jährlich kostet das die Stadt 1,2 Millionen Euro extra. Fast 5000 Schüler profitieren!

Ebenfalls Thema im Rat waren Fernsehturm und der Umgang der neuen Woba WiD mit Garagenbesitzern. Laut Medienberichten plant die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH den Verkauf ihrer Sendetürme. SPD-Stadtrat Thomas Blümel (53) wollte jetzt wissen, welche Folgen das für Dresden hat. OB Dirk Hilbert (46, FDP): "Wir haben extra nochmal nachgefragt. Verkaufsabsichten konnten nicht bestätigt werden."

Garagenbesitzer, die für den Wohnungsbau weichen müssen, werden momentan bei den Abrisskosten zur Kasse gebeten. Die CDU fragte, ob sich das ändert. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne): "Nach der Sommerpause wird dazu im Rat entschieden. Es ist ein optionaler Grundsatzbeschluss möglich, dass die Stadt die Kosten übernehmen soll."

Weiter beschlossen: Die Stadtreinigung wird wieder zu 100 Prozent kommunal. Partner Veolia wird ausgezahlt. Dresden will so die Gewinne wieder komplett selbst erhalten.

Bewegender Abschied im Rathaus: Stadträte weinten um Christa Müller (†65)

Christa Müller (†65).
Christa Müller (†65).  © Steffen Füssel

Am 19. Juni starb die langjährige CDU-Fraktionschefin und Grande Dame im Dresdner Stadtrat, Christa Müller, im Alter von 65 Jahren. Gestern nahm der Stadtrat emotional Abschied.

Fast 30 Jahre lang kämpfte Christa Müller im Rat für die Geschicke der Stadt. Donnerstag blieb ihr Platz leer. Stattdessen stand auf schwarzem Tuch ein schwarz gerahmtes Bild der Rätin.

Während einer Schweigeminute flossen Tränen. OB Dirk Hilbert (46, FDP): "Ihr plötzlicher Tod hat uns alle schockiert. Wir sind bestürzt, sie so früh verloren zu haben."

Frau Müller saß seit 1989 im Untersuchungsausschuss gegen Amtsmissbrauch und Korruption, den sie bis 1994 leitete. Seit 1990 war die Politikerin im Stadtrat.

Die Stadträte erhoben sich bei ihrer gestrigen Sitzung zu einer Schweigeminute für die verstorbene Kollegin.
Die Stadträte erhoben sich bei ihrer gestrigen Sitzung zu einer Schweigeminute für die verstorbene Kollegin.  © Steffen Füssel

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