Eklat im Stadtrat: Die Linke verlässt geschlossen den Saal!

Dresden - Riesiges Durcheinander im Stadtrat. Auf Antrag der CDU wurden die aktuellen Stunden zum Thema "Vonovia kontrollieren - Verstöße ahnden - Mieterinnen und Mieter schützen" und "Bezahlbaren und sicheren Wohnraum schaffen" auf Freitag vertagt. Die Linke verließ daraufhin gegen 16.30 Uhr den Stadtrat.

Gähnende Leere: Die Linken haben am Donnerstag aus Protest den Stadtrats-Saal verlassen.
Gähnende Leere: Die Linken haben am Donnerstag aus Protest den Stadtrats-Saal verlassen.  © Dirk Hein

"Es ist ein Affront gegen die extra anwesenden Bürger und auch gegen die Antragsteller", begründete Linke-Chef André Schollbach (40).

Einzelne Räte der Grünen schlossen sich an. Vor dem Saal wurde mit empörten Mietern gesprochen.

Weil die Räte zugleich ihre elektronischen Abstimmungskarten aus dem System entfernten, streikte die komplette Anlage.

OB Dirk Hilbert (47, FDP) musste per Hand abstimmen lassen. Die folgenden Punkte wurden damit ohne die Linke behandelt. Etwa 20 Minuten später kamen die Politiker zurück.

"Ich habe den Plan gestern allen Fraktionen angekündigt. Wir wollen zuerst das abarbeiten, was dringend beschlossen werden muss. Am ersten Tag sollen Pflichtaufgaben erfüllt werden, dann können lange Debatten folgen", begründete CDU-Chef Jan Donhauser (49) die Verschiebung.

So sieht der Dresdner Stadtrat vollbesetzt aus.
So sieht der Dresdner Stadtrat vollbesetzt aus.  © Thomas Türpe (Archivbild)

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