Während Dynamo spielte, wurde im Stadtrat über Schulen gestritten

Mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD wurde der Schul
Mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD wurde der Schul  © Holm Helis

Dresden - Auf über 1000 Seiten regelt der neue Schulnetzplan, wo in Dresden neue Schulen gebaut werden. In etlichen Punkten änderten Linke, Grüne und SPD dabei maßgeblich die Pläne der Stadt.

So lehnt die linke Mehrheit ein Gymnasium an der Freiberger Straße ab. Stattdessen soll dort eine Oberschule gebaut werden und ein Gymnasium in Gorbitz entstehen. Zudem soll bereits jetzt bei Grundschulen eine maximale Klassenstärke von 25 Schülern eingehalten werden.

Keine Chance im Stadtrat hatten die Sportler der 10. Grundschule. Einen Tausch mit der wesentlich mehr Raum bietenden Kästner-Förderschule wurde von Rot-Rot-Grün abgelehnt. Begründung: "Der hohe Platzbedarf der Schule für Erziehungshilfe ist gegeben. Bei Einschnitten besteht die Gefahr, dass weniger Kinder als bisher zurück in Regelschulen kommen", so Grünen-Stadträtin Ulrike Caspary. "Beide Schulen leisten hervorragende Arbeit, es war ein langer Abwägungsprozess", erklärte Linken-Bildungsexperte Anja Apel.

Weiterhin beschlossen: Auf dem Neumarkt wird Ende 2018 Weihnachten erstmals verlängert. Zwischen 27. Dezember und 8. Januar wird ein noch etwas holprig "Jahreswechselveranstaltung" genannter Wintermarkt stattfinden.

Kurios: Weil während der Stadtrats-Sitzung parallel Dynamo Dresden spielte, lunzten viele Räte im Ticker oder im Internet-Fernsehen. "Ich wäre gern auch im Stadion gewesen, aber Pflicht ist Pflicht", so Linken-Chef André Schollbach.

Die Kästner-Förderschule darf am angestammten Platz bleiben. Verwaltung und CDU wollten einen Umzug.
Die Kästner-Förderschule darf am angestammten Platz bleiben. Verwaltung und CDU wollten einen Umzug.  © Amac Garbe

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