Saubermänner! Sie machen unseren Silvester-Dreck weg

Dresden - Die letzten Feiernden wackelten gerade nach Hause, da schwärmten noch vor Sonnenaufgang die Saubermänner der Stadtreinigung zum Neujahrsputz aus. Und sie waren nicht die Einzigen, die Dresdens Wege vom Böllermüll befreiten.

Die Saubermänner der Stadtreinigung waren schon früh fleißig.
Die Saubermänner der Stadtreinigung waren schon früh fleißig.  © Ove Landgraf

Viele Mitarbeiter in Orange waren in der Silvesternacht schon vor der Geisterstunde ins Bett gegangen.

Sie wollten fit um 7 Uhr zur Dämmerung in der Altstadt antreten. Bewaffnet mit Müllgreifern und Säcken fegten sie übers Pflaster am Schlossplatz, Brühlscher Terrasse und Co.

"Die Feierlichkeiten mit Silvesterraketen und Böllern haben uns einiges an Arbeit beschert“, sagt Dieter Buttig, Einsatzleiter der Stadtreinigung.

Bis 13 Uhr befreiten seine Teams mit je fünf Groß- und Kleinkehrmaschinen, vier Papierkorbwagen und acht Kleintransportern große Teile der Innenstadt vom Müll, darunter auch Neu- und Altmarkt, Hauptstraße, Prager und Wilsdruffer Straße.

Insgesamt kamen rund 25 Tonnen Silvesterabfälle zusammen. "Nach diesem ersten Reinigungseinsatz gibt es aber auch in den nächsten Tagen noch einiges zu tun", so Buttig. "Wir rechnen insgesamt mit 40 bis 45 Tonnen Silvesterabfällen."

Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 37 Tonnen (2018: 45 Tonnen, 2017: 42 Tonnen).

Unterstützung bekamen die Kräfte von Mitgliedern der Ahmadiyya-Gemeinde, die sich seit Jahren beteiligen. Am Nachmittag packten junge Dresdner der "Fridays for Future"-Bewegung auf den Elbwiesen mit an. Elftklässlerin Juliane Schnur (17): "Wir füllten über 100 Säcke."

Am Neujahrsmorgen glich die Brühlsche Terrasse einem Schlachtfeld.
Am Neujahrsmorgen glich die Brühlsche Terrasse einem Schlachtfeld.  © Ove Landgraf
Schülerin Juliane Schnur (17) schnürte mit ihren Mitstreitern der "Fridays for Future"-Bewegung an den Elbwiesen mehr als 100 Säcke Müll.
Schülerin Juliane Schnur (17) schnürte mit ihren Mitstreitern der "Fridays for Future"-Bewegung an den Elbwiesen mehr als 100 Säcke Müll.  © Steffen Füssel

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