Sozialausgaben in sächsischen Großstädten um Millionen gestiegen

Dresden - In Dresden, Leipzig und Chemnitz sind die Sozialausgaben 2017 erneut deutlich gestiegen - im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Millionen Euro auf insgesamt fast 830 Millionen Euro. Etwa die Hälfte - 403 Mio. Euro - entfiel im vergangenen Jahr auf Leipzig! Das teilte die Staatsregierung auf Anfrage von Susanne Schaper (40, Linke) mit.

Linke-Politikerin Susanne Schaper (40).
Linke-Politikerin Susanne Schaper (40).  © Uwe Meinhold

Eine Begründung konnte das Rathaus Leipzig bislang nicht nennen. Leipzig hatte in den vergangenen Jahren bei den kreisfreien Städten schon immer die höchsten Ausgaben.

Zu den Sozialausgaben gehören z.B. Hilfen für Erziehung oder Sozialhilfe. Immerhin: Die Sozialausgaben der sächsischen Kreise sind 2017 gesunken - auf nun 1,6 Milliarden Euro. Mit knapp 244 Mio. Euro hatte der Kreis Görlitz 2017 die höchsten Sozialausgaben.

Schaper: "Die hohen Sozialausgaben zeigen, dass Armut in Sachsen viele Menschen betrifft."

Die Kommunen hätten aber kaum Spielraum, die Entwicklung der Sozialausgaben zu beeinflussen. Sie forderte einen Lastenausgleich aus Landesmitteln.


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