Stau und "Geisterfahrer": So soll das Chaos rund um die Kesselsdorfer Straße beendet werden

Dresden - Für 13 Millionen Euro wurde die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße in einen autofreien Boulevard verwandelt.

Christoph Blödner (37, FDP) fordert an der Wernerstraße sichere Radwege.
Christoph Blödner (37, FDP) fordert an der Wernerstraße sichere Radwege.  © Petra Hornig

Autos quälen sich seither über die Wernerstraße. Doch die ist so eng, dass an parkenden Autos Radler und Autofahrer nicht mehr sicher vorbeikommen. Und es gibt noch ein Problem...

Zunächst die Fakten: Über die Wernerstraße fahren statt früher 6400 Autos nun 13.100 Autos pro Tag. Der Grund für die Verkehrsverlagerung ist die für Autos gesperrte untere Kesselsdorfer Straße.

Das größte Problem: Die Wernerstraße ist eng. Weil Autos zwischen Columbusstraße und Lübecker Straße auf der Fahrbahn parken, kommen Pkws und Laster nicht gefahrlos aneinander vorbei.

Noch kritischer ist die Situation für Radler. Für die ist auf großen Teilen der Wernerstraße ein Schutzstreifen angelegt - aber nicht auf dem besonders engen und gefährlichen Teilabschnitt.

Eine Lösung bringt jetzt die FDP ins Gespräch - und will sogar auf Parkplätze verzichten. Demnach sollen Autos zukünftig auf dem an dieser Stelle besonders breiten Bürgersteig parken.

Es gibt noch ein weiteres Problem

Momentan parken die Autos auf der Straße, auf dem Bürgersteig wäre jedoch Platz.
Momentan parken die Autos auf der Straße, auf dem Bürgersteig wäre jedoch Platz.  © Petra Hornig

Weil dort auch Bäume stehen, würde die Zahl der Parkplätze sinken. "Dafür könnten aber sichere Radwege entstehen - gleichzeitig hätten Autos und Laster genügend Platz auf der Straße", so FDP-Stadtrat Christoph Blödner (37).

Stimmt der Rat zu, müsste die Verwaltung 2020 berichten, ob zum Beispiel die Bordsteine abgesenkt werden können. Wahrscheinlich rennt der Antrag ohnehin offene Türen ein. Die "Einordnung von Radverkehrsanlagen auf der Wernerstraße" wird gegenwärtig im Rathaus geprüft.

Aktuell gibt es jedoch noch ein weiteres Problem: Noch immer ignorieren Autofahrer den gesperrten Boulevard - teils, weil alte Navis noch immer den nun falschen Weg anzeigen, und teils, um Zeit zu sparen.

"Uns sind einzelne Fälle bekannt. Wir prüfen, ob Maßnahmen erforderlich sind", so Polizeisprecher Stefan Grohme (38).

Eigentlich ist der Boulevard an der Kesselsdorfer autofrei. Teilweise sind dennoch Autos im Haltestellenbereich unterwegs.
Eigentlich ist der Boulevard an der Kesselsdorfer autofrei. Teilweise sind dennoch Autos im Haltestellenbereich unterwegs.  © Petra Hornig

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