Wann wird Dresdens schlimmste Rumpelpiste saniert?

Denkmalschutz für die Stauffenbergallee! Den nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag machte FDP-Chef Holger Zastrow (46). Die Straße bleibt auf Jahre hinweg eine Rumpelpiste.
Denkmalschutz für die Stauffenbergallee! Den nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag machte FDP-Chef Holger Zastrow (46). Die Straße bleibt auf Jahre hinweg eine Rumpelpiste.

Von Andrzej Rydzik

Dresden - Die Stauffenbergallee bleibt auf Jahre hinweg Dresdens schlimmste Rumpelpiste. Das machte Interims-OB Dirk Hilbert (43, FDP) jetzt klar. Trotz des 2013 verabschiedeten Planungsbeschlusses zur Sanierung der Trasse hebt die Stadtverwaltung die Hände: Es fehle schlichtweg das Geld, frühestens Ende 2016 sei man diskussionsbereit.

Die Stauffenbergallee ist eine der letzten echten DDR-Holperpisten und das größte Ärgernis für Autofahrer. Die Dresdner Verkehrsbetriebe wollen nicht einmal ihre Busse über die Straße schicken. Sie befürchten, dass die Fahrwerke dem Kopfsteinpflaster nicht lange standhalten können. Eine Haltestelle sucht man deshalb vergeblich im westlichen Teil der Stauffenbergallee.

Die FDP wollte jetzt Klarheit. Denn schon im Juli 2013 hat der Bauausschuss die Stadtverwaltung per Beschluss aufgefordert, die Planung zur Sanierung dem Stadtrat vorzulegen. Wann wird die Trasse endlich saniert?

Täglich quälen sich mehr als 15.000 Autos über die schlimmste Straße Dresdens. Zudem blitzt die Stadt häufig in der westlichen Stauffenbergallee.
Täglich quälen sich mehr als 15.000 Autos über die schlimmste Straße Dresdens. Zudem blitzt die Stadt häufig in der westlichen Stauffenbergallee.

„Vor dem Hintergrund begrenzter Haushaltsmittel erfolgte in der Dienstberatung der Oberbürgermeisterin am 2. Dezember 2014 eine Zurückstellung der Vorlage bis zur Diskussion des Doppelhaushaltes 2017/2018“, antwortete Hilbert. Und das, obwohl die Straße zusammen mit der Waldschlößchenbrücke eine wichtige Rolle spielt - vor allem als verkehrsentlastender Autobahnzubringer.

„Das ist ein Skandal“, schimpft FDP-Chef Holger Zastrow (46). „Beschlüsse sind der Stadt völlig egal. Die Planungsmittel von fast 460.000 Euro sind da. Bei der aktuellen Entwicklung ist frühestens 2020 mit dem Baubeginn zu rechnen. Das ist unakzeptabel. Mit Dresdens Schandfleck will man offenbar lieber weiter durch das Blitzen die Autofahrer abzocken.“

Fotos: Steffen Füssel


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