Sternekoch Hermann macht's möglich: Jetzt gibt's frische Küche im Einweckglas!

Dresden - Das Mittagsmahl in Tupperdosen war gestern. Jetzt gibt's gesunden Reiseproviant im Einweckglas! Samstag feierte "Enjoy the Good" Weltpremiere.

Essen auf Rädern klimpert im Glas: Bei "Enjoy the Good"-Erfinderin Sylvia Müller (35) und Sternekoch Stefan Hermann (49) stecken künftig Einweckgläser im Reisegepäck. Gestern feierte ihre mobile Reise-Kost auf dem Weißen Hirsch Premiere.
Essen auf Rädern klimpert im Glas: Bei "Enjoy the Good"-Erfinderin Sylvia Müller (35) und Sternekoch Stefan Hermann (49) stecken künftig Einweckgläser im Reisegepäck. Gestern feierte ihre mobile Reise-Kost auf dem Weißen Hirsch Premiere.  © Petra Hornig

Hinter der Bezeichnung (Englisch für "Genieß das Gute") stecken 13 verschiedene Speisen im Glas - von Honigsenf, über Marmelade bis Rote Beete und vier Hauptgerichte: Vegetarische Bolognese, Kalbsragout mit Champignons, Gemüse Kräuter Couscous und Vegetarisches Gemüse-Curry.

"Alles wird frisch zubereitet, dann fix und fertig gewürzt und in Einweckgläser abgefüllt", erzählt Sylvia Müller (35). Sie hatte die Idee vergangenen Sommer im Campingurlaub in Kroatien: "Dort ärgerte ich mich über ungesundes Dosenessen, das zudem viel Müll verursachte."

Mit dem Dresdner Sternekoch Stefan Hermann (49) fand sie jemanden, der gesunde Kost ohne Konservierungsstoffe gekonnt zubereiten und ins Glas bringen kann. "Damit das Aroma auch noch nach der sechs Monate garantierten Haltbarkeit stimmt, muss man mutig würzen", verrät Hermann über seine Koch-Experimente für die Glas-Kreationen. "Alle vier vegetarischen Gerichte kann man natürlich mit Fisch oder Fleisch ergänzen."

Die Glas-Kost, die beide bislang nur Familie, Freunden und Kollegen probieren ließen, konnte man am Samstag erstmals an der Eisfläche am Dresdner Konzertplatz kaufen. Die Gebrauchsanweisung ist simpel: einfach aufmachen, aufwärmen und sich schmecken lassen. Müller: "In einem Glas stecken 690 Gramm - genug für zwei bis drei Portionen."

Künftig sollen die Gläser auch im Sixpack als tragbarer Reiseproviant angeboten werden. Müller träumt zudem von einem Glaspfandsystem auf deutschen und österreichischen Campingplätzen, um den Müll einzudämmen.

Wer mal kosten will: Die vier vorgekochten Reisegerichte hinter Glas gibt's derzeit ausschließlich bei "bean&beluga" (Bautzner Landstr. 32) und Hookie.Co (Goßenhainer Str. 137). Preise: zwischen 7 und 12 Euro.

Kein Kochen, kaum Müll: Zum Start der essbaren Reise-Kollektion gibt es vier vegetarische Hauptgerichte.
Kein Kochen, kaum Müll: Zum Start der essbaren Reise-Kollektion gibt es vier vegetarische Hauptgerichte.  © Petra Hornig
Im Glas selbst oder in kleinen Campingtöpfen muss der Reise-Imbiss bloß noch warm gemacht werden.
Im Glas selbst oder in kleinen Campingtöpfen muss der Reise-Imbiss bloß noch warm gemacht werden.  © Petra Hornig
Nach dem Coffee-to-go gibt's jetzt die Mahlzeit zum Mitnehmen: Die hochwertigen Reise-Speisen passen perfekt zu den sündhaft teuren Edelstahl-Campingküchen.
Nach dem Coffee-to-go gibt's jetzt die Mahlzeit zum Mitnehmen: Die hochwertigen Reise-Speisen passen perfekt zu den sündhaft teuren Edelstahl-Campingküchen.  © Petra Hornig

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