Stollenfest lockt Tausende Besucher an

Der riesige Stollen wurde an die Besucher verteilt.
Der riesige Stollen wurde an die Besucher verteilt.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden - Tausende Zuschauer haben am Samstag beim Stollenfest den Umzug des Riesenstriezels durch die Altstadt von Dresden verfolgt.

Das süße Backwerk, das schließlich auf dem Striezelmarkt zerteilt und für einen guten Zweck verkauft wurde, war dieses Jahr 3,26 Meter lang, 1,76 Meter breit, 92 Zentimeter hoch und 2980 Kilo schwer. Damit brachte der XXL-Stollen gut 100 Kilo mehr auf die Waage als vor einem Jahr, wie die Dresdner Bäckermeister mitteilten.

Die feierliche Enthüllung hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert am Vormittag gemeinsam mit dem Stollenmädchen Hanna Haubold vorgenommen. Der Riesenstollen sei ein Sinnbild "für das lebendige Handwerk unserer Stadt und eine wertvolle Tradition", sagte er Hilbert.

An der Zeremonie nahmen auch Vertreter des Dachverbandes der europäischen Bäcker und Konditoren (CEBP) aus Schweden, Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich teil. "Wir sind sehr stolz, dass wir mit diesem Fest etwas in Europa, wenn nicht sogar der Welt, Einmaliges geschaffen haben", sagte Henry Mueller, Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen.

Auf dem Striezelmarkt wurde der Riesenstollen traditionsgemäß angeschnitten und in 500-Gramm-Stücke zerteilt, die für einen guten Zweck an die Marktbesucher verkauft worden.

Das Fest geht auf Sachsens legendären Kurfürsten August den Starken (1670-1733) zurück, der 1730 für eine Truppenschau - bekannt als Zeithainer Lustlager - einen Riesenstollen backen ließ. 1994 ließen die Bäcker und Konditoren des Schutzverbandes Dresdner Stollen die Tradition wiederaufleben.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP, Mitte) steht in einem Konditoren-Kostüm auf dem Striezelmarkt inmitten anderer Gäste.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP, Mitte) steht in einem Konditoren-Kostüm auf dem Striezelmarkt inmitten anderer Gäste.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa


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