Tempo 30 auf der Nossener Brücke: War das Koettnitz' letzter Streich?

Dresden - Etwa 40 Millionen Euro investiert Dresden pro Jahr in seine Straßen und Radwege, obendrauf kommen acht Millionen Euro für die Instandhaltung. Weil das deutlich zu wenig ist und zudem neue Planungen immer länger dauern, häufen sich Probleme. Aktuelles Beispiel: Tempo 30 auf der Nossener Brücke.

Noch ein Team: Straßen- und Tiefbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (63, l.) und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).
Noch ein Team: Straßen- und Tiefbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (63, l.) und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).  © Ove Landgraf

38.000 Auto donnern pro Tag via Nossener Brücke über die Bahngleise und vorbei am DREWAG-Kraftwerk.

Doch die Brücke ist marode, soll dringend im Rahmen des Stadtbahn-Projektes komplett erneuert werden. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen. Baustart: frühestens 2023.

So lange muss die über 60 Jahre alte Querung noch halten.

"Sorgen vor einem Komplettversagen habe ich nicht. Um die Belastungen zu reduzieren, wird aber wohl noch im Frühjahr Tempo 30 angeordnet werden", so Straßen- und Tiefbauamts-Chef Reinhard Koettnitz (63). Denkbar sei auch die Verringerung von aktuell zwei auf eine Spur pro Richtung.

Um ähnliche Probleme anderswo zu verhindern, baut und saniert die Stadt wo immer möglich. An der Dürerstraße wird aktuell ein Unfallschwerpunkt beseitigt.

Noch im Frühling soll auf der Nossener Brücke Tempo 30 gelten
Noch im Frühling soll auf der Nossener Brücke Tempo 30 gelten  © Thomas Türpe

Für eine Million Euro entsteht ein Kreisverkehr. Im Herbst soll die Kesselsdorfer Straße im Bereich der Zentralhaltestelle fertig sein.

Teile der Washingtonstraße bekommen ähnlich wie die Budapester und Münchner Straße neuen Asphalt.

Wie viel davon Koettnitz noch als Amtsleiter umsetzt, bleibt unklar.

Letzte Woche wurde bekannt, dass es Gedankenspiele über eine Entmachtung gibt.

"Es wird Veränderungen geben", so OB Dirk Hilbert (47, FDP) während seiner Dienstreise in Singapur".

Auch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) hielt sich zurück, vermied ein klares Bekenntnis zu seinem Amtsleiter.

Ab Sommer sollen Autos und Strabas über die Oskarstraße (Strehlen) fahren.
Ab Sommer sollen Autos und Strabas über die Oskarstraße (Strehlen) fahren.  © Ove Landgraf

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