So feiert ein echter "Oldtimer" sein Jubiläum

Die rote Tatra prägte das Dresdner Straßenbild.
Die rote Tatra prägte das Dresdner Straßenbild.

Dresden - Vor 50 Jahren rumpelte die erste Tatra-Bahn über Dresdens Gleise. Damals revolutionär neu, fuhren die Bahnen bis 1990 technisch unverändert durch Dresden. Das Straßenbahnmuseum feiert das Jubiläum mit Sonderfahrten, Tatra-Parade und einer neuen Bahn im alten Look.

Am 14. September 1967 fuhr der "T4D Prototyp TW 2000" erstmals über Dresdner Gleise.

Wie aktuell der Gleismittelabstand vergrößert werden muss, damit ab 2019 die ersten breiteren Straßenbahnen durch Dresden rollen können, mussten damals viele enge Kurven verbreitert werden.

Ab Februar 1969 rumpelten die Tatras dann im Linienbetrieb. Die Jahre vergingen, die Tatras fuhren technisch unverändert und unverwüstlich weiter.

Dass sich das knallige Rot der Wagen später in ein unauffälligeres Orange wandelte, hing mit der DDR-Mangelwirtschaft zusammen. "Farbe war teuer, Orange brauchte weniger Pigmente", so Holger Frenzel (56) vom Eisenbahnmuseum.

Den Vereinsmitgliedern ist es auch zu verdanken, dass anlässlich des Jubiläums eine neue Straba im Tatra-Look durch Dresden fährt.

Der Tatra-Prototyp aus dem Jahr 1967 steht im Museum, das am 8. und 9. April das nächste Mal regulär öffnet. Das Tatra-Jubiläum wird im Juni gefeiert.

Alt und Neu: Der Prototyp aus dem Jahr 1967 rückt für Sonderfahrten aus. Die neue Straba trägt den alten Tatra-Look.
Alt und Neu: Der Prototyp aus dem Jahr 1967 rückt für Sonderfahrten aus. Die neue Straba trägt den alten Tatra-Look.  © Eric Münch