Hier wird der gefährlichste Fluss Dresdens entschärft

Im August 2002 flutete die Weißeritz den Dresdner Hauptbahnhof. Das soll 
durch den Flutschutz verhindert werden.
Im August 2002 flutete die Weißeritz den Dresdner Hauptbahnhof. Das soll durch den Flutschutz verhindert werden.  © DPA

Dresden - 15 Jahre nach der Jahrhundertflut im August 2002 bekommt Dresden einen besseren Hochwasserschutz. Am Donnerstag beginnen die Arbeiten am sogenannten Weißeritzknick.

Für rund 40 Millionen Euro wird damit eine der kritischsten Stellen der Weißeritz gestreckt und aufgeweitet sowie eine neue Flutschutzmauer gebaut. 2002 waren die Wassermassen an dieser Stelle geradeaus in Richtung ihres ehemaligen Flusslaufes geströmt, so Rathaus und Landestalsperrenverwaltung. Folge: Die Friedrichstadt und die Wilsdruffer Vorstadt soffen ab.

Bis 2020/21 soll alles fertig sein - zwei Jahre früher als geplant. „Die Weißeritz ist der gefährlichste Fluss der Stadt“, so Christian Korndörfer, Leiter des Dresdner Umweltamtes. Im Hochwasserfall bestehe Gefahr für Leib und Leben.

Der Stadtrat hatte 2005 beschlossen, die Weißeritz so auszubauen, dass künftig ein Extremhochwasser in der Größenordnung von 2002 ohne großflächige Ausuferungen im Flussbett abfließen kann. Damals verursachte das Extremhochwasser der Weißeritz in Dresden Schäden von mehr als 250 Millionen Euro.

Die Weißeritz ist der gefährlichste Fluss in Dresden, so Christian 
Korndörfer, Leiter des Dresdner Umweltamtes.
Die Weißeritz ist der gefährlichste Fluss in Dresden, so Christian Korndörfer, Leiter des Dresdner Umweltamtes.  © Thomas Türpe
Im Juni 2016 wurde die Weißeritz durch starke Regenfälle zum tosenden Fluss.
Im Juni 2016 wurde die Weißeritz durch starke Regenfälle zum tosenden Fluss.  © Ove Landgraf

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