Tariflohn-Forderung: Hier wird bei Obi in Dresden gestreikt

Etwa 70 streikende Mitarbeiter versammelten sich am Sonnabend vor dem OBI in Weissig.
Etwa 70 streikende Mitarbeiter versammelten sich am Sonnabend vor dem OBI in Weissig.  © Ove Landgraf

Dresden – Mit Plakaten, Sprechchören und Trillerpfeifen wurden heute die Kunden begrüßt, die zu OBI nach Weissig wollten. Der Grund: Streik! Etwa 70 Mitarbeiter aus fünf OBI-Filialen rund um Dresden hatten sich versammelt, um für höherer Löhne zu demonstrieren.

Sie fordern, dass ihre Gehälter an den Tariflohn angeglichen werden. Das ist bei dem Baumarkt nicht der Fall. Vor einigen Jahren ist das Unternehmen aus dem Unternehmerverband ausgetreten, dadurch wurde die Tarifbindung aufgehoben.

Seitdem verdienen die OBI-Mitarbeiter deutlich weniger, als ihre Kollegen im Einzelhandel. "Das können 250 bis 400 Euro weniger als Tarif sein", erklärt der Betriebsratsvorsitzende von OBI Weissig, Andreas Menzel gegenüber TAG24.

Gestreikt wurde in Märkten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bisher gab es aber von der Unternehmensleitung noch keine Reaktion oder gar ein Angebot. "Es ist aber ein erstes gutes Zeichen, dass sich so viele Kollegen angeschlossen haben. Um eine Reaktion des Unternehmens zu bekommen, müssten den Streikaufrufen aber noch mehr Mitarbeiter folgen", so Menzel.

Es geht letztlich um ihr aller Gehalt. Dann könnte es gelingen, dass der bestreikte Baumarkt auch schließen muss. Dies war am Samstag bei OBI in Weissig nicht der Fall.

Die Kunden wurden vor dem OBI Weissig von den Streikenden empfangen.
Die Kunden wurden vor dem OBI Weissig von den Streikenden empfangen.  © Ove Landgraf
Auf Transparenten taten sie ihrer Forderungen kund.
Auf Transparenten taten sie ihrer Forderungen kund.  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf


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