Schläge, Bisse, Tritte: Junger Mann rastet in Dresdner S-Bahn aus!

Dresden - Auf dem Weg zu einem Wanderausflug ins Elbsandsteingebirge ist eine Seniorengruppe am 16. Juli gegen 7.45 Uhr mit einem 21-Jährigen in Streit geraten. Die Situation eskalierte.

Zeugen, die die Tat gefilmt haben, sollen sich bei der Polizei melden.
Zeugen, die die Tat gefilmt haben, sollen sich bei der Polizei melden.  © Eric Münch / DPA (Symbolbild)

Die älteren Personen stiegen am Dresdner Hauptbahnhof in die S-Bahn und waren auf der Suche nach einem Sitzplatz für die Fahrt in die Sächsische Schweiz.

Ein junger Mann hatte sich auf einer Vierersitzgruppe niedergelassen, hatte dabei die Füße samt Schuhen auf einem Sitz und seinen Rucksack auf einem anderen Sitz abgelegt.

Eine 71-Jährige stellte den jüngeren Herrn zur Rede, bat ihn, Füße und Rücksack vom Stuhl zu nehmen.

Bei Ausgang geflohener Häftling am Hauptbahnhof festgenommen
Zeugenaufruf Bei Ausgang geflohener Häftling am Hauptbahnhof festgenommen

Der Reisende verneinte einfach nur knapp, sodass die Seniorin sich das Gepäck nahm und dies einfach auf den Boden stellte.

Daraufhin rastete der 21.Jährige aus, trat mit dem Fuß in das Gesicht der Rentnerin. Sie erlitt eine Platzwunde am Auge und musste in ein Dresdner Klinikum gebracht werden. Auch ihre Brille nahm Schaden.

Eine junge Zeugin beobachtete die Tat und rief die Polizei um Hilfe. Als der Täter dies beobachtete, nahm er die Beine in die Hand und rannte davon, wurde jedoch von anderen Zug-Insassen und einem Zugbegleiter aufgehalten. Dabei biss der 21-Jährigen einen Senior (76) in den Finger, schlug und trat um sich. Mehrere Reisende erlitten zudem Hämatome. Um den 76-Jährigen mussten sich Rettungskräfte kümmern.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den 21-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, da in seinem Rucksack eine Drogenmühle mit Drogenresten gefunden wurde.

Der Dresdner ist für die Bundespolizisten auch schon ein bekanntes Gesicht, da er wegen Körperverletzung, Eigentums- und Drogen-Delikten auffiel.

Die Bundespolizei sucht nun nach weiteren Zeugen der Tat, da es unter anderem Hinweise auf Zeugen gibt, welche die Tat filmten. Die Aufnahmen sind für das Strafverfahren als Beweismittel geeignet. Folgendes möchte die Bundespolizei daher wissen:

Wer hat die Tathandlung beobachten können oder kann Angaben zu den Geschehnissen machen?

Alle Hinweise werden durch die Bundespolizei Dresden unter der Telefonnummer (0351) 815020 entgegengenommen.

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