Frau sticht auf Nachbarin mit Nagelschere ein

Dresden - Blutiger Nachbarschaftsstreit in Pieschen! Zwei Bewohnerinnen eines Mehrfamilienhauses an der Riesaer Straße gerieten immer wieder aneinander, bis der Streit eines Nachts eskalierte. Dabei soll Nicole S. (39) auf ihre Widersacherin (31) mit einer Nagelschere eingestochen haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Das Verfahren gegen die Dresdnerin Nicole S. (39) am Amtsgericht wurde gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt.
Das Verfahren gegen die Dresdnerin Nicole S. (39) am Amtsgericht wurde gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt.  © Holm Helis

Alles fing mit Beleidigungen an. "Hure, Schlampe, Meth-Dealerin", soll die arbeitslose Nicole S. laut Anklage regelmäßig durch den Hausflur geschrien haben.

Grund: Angeblich klopften wiederholt Leute an, die bei ihrer Nachbarin Rauschgift kaufen wollten. "Totaler Quatsch", erwiderte die 31-Jährige.

Sie warf S. vor, mehrfach gegen ihre Wohnungstüre getreten, diese beschädigt zu haben. Beobachtet hatte das aber niemand. Bei einer ersten Rangelei konnte noch ein Nachbar schlichten.

Nicht mehr im Februar 2017: Nach einer weiteren "Tür-Attacke" wollte das spätere Opfer die Nachbarin S. zur Rede stellen.

"Da ist sie mit einer Nagelschere auf mich los, stach auf mich ein", so die 31-Jährige. Dabei erlitt sie Stich- und Schnittwunden im Arm- und Brustbereich, war zehn Tage krank. S. berief sich auf Notwehr: "Ich hatte Schiss, da sie mir an die Gurgel ging."

Letztlich stellte der Richter das Verfahren wegen dünner Beweislage gegen Geldauflage vorläufig ein: S. muss 200 Euro an die Kinderarche Sachsen zahlen. Im Haus herrscht inzwischen wieder Frieden. S. hat sich eine neue Wohnung gesucht.


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